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Selbstverteidigung und Selbstbehauptung

Das Wochenendseminar Selbstverteidigung/Selbstbehauptung ist ein wichtiges Stück im Bereich der Präventionsarbeit an unserem Gymnasium. Prävention vor sexualisierter Gewalt ist eine generelle Erziehungshaltung.

Der Kurs dient nicht dazu „kleine Kampfmaschinen“ heranzubilden. Es wird versucht, die Mädchen für sexualisierte Gewalt zu sensibilisieren, ihnen ein Gefühl für Macht- und Ohnmachterfahrung zu geben, um die Gefahr von Grenzverletzungen durch andere Menschen zu verringern. Der Kurs vermittelt den Mädchen, wo im Zweifelsfall Hilfe zu holen ist und welche Einrichtungen im Bedarfsfall zur Verfügung stehen. Die Schülerinnen lernen Gefahren einzuschätzen und ihrem Gefühl zu vertrauen. Deutlich wird im Rahmen des Kurses auch, dass die Gefahr eines sexualisierten Übergriffs nicht nur von dem Fremdtäter ausgeht, sondern in der eigenen Familie und dem sozialen Umfeld liegen kann.
Diskussionen in der Gruppe zeigen auf, dass es unterschiedliche Varianten sexualisierter Gewalt gibt und dass körperliche Selbstverteidigungstechniken keine absolute Sicherheit geben können. Rollenspiele ermöglichen es, alternative Strategien auszuprobieren (Körpersprache, Nein-Sagen, Schreien, usw.) und so das eigene Verhaltensrepertoire zu erweitern. Die Auseinandersetzung mit Rollenbildern öffnet den Blick für gesellschaftliche Strukturen. So wird insgesamt das Selbstbewusstsein der Mädchen gestärkt. In Schlag- und Tritttechniken eingeführt können die Schülerinnen ihre eigene Kraft entdecken, einfache Techniken der Selbstverteidigung kennen lernen und erproben.
Die Wirkung von Prävention ist leider nicht nachweisbar, trotzdem hoffen wir mit diesem Kursangebot den Mädchen Unterstützung und Hilfe für ihren weiteren Lebensweg mitgeben zu können.