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Blick in das Wohnzimmer von Kohlmeisen

Wie viele junge Meisen sind eigentlich in einem Nest? Brüten Männchen und Weibchen gleich viel, oder brütet einer mehr? Bei Kohlmeisen sehen Männchen und Weibchen gleich aus – kann man die vielleicht doch unterscheiden? Wann legen die Kohlmeisen ihre Eier? Gibt es nur eine oder mehrere Bruten im Jahr?

Diese und weitere spannende Fragen sollen dieses Jahr mittels eines Nistkastens beantwortet werden, in dessen Abdeckung eine Kamera eingebaut ist. Die zeichnet das Innere des Meisenkastens auf. Die Bilder vom Innenraum des Nistkastens (dem „Wohnzimmer“) sind vor den Biologieräumen auf einem Monitor zu sehen. Dort können die Schülerinnen beobachten, was die jungen Kohlmeisen und die Altvögel tun.


Eine Gruppe von Schülerinnen aus unterschiedlichen Klassenstufen wird verschiedenen Fragestellungen nachgehen, die alle mit dem Brutgeschäft der Meisen zu tun haben werden. Dabei werden sie nicht nur die Bilder auf dem Monitor auswerten, sondern zusätzlich auch das gesamte Geschehen mittels einer App auf dem Smartphone beobachten.

Dabei werden der Beginn des Nestbaus sowie die Zeitpunkte der ersten Eiablage, des Brutbeginns, des Schlüpfens und des Flüggewerdens der Vögel und die Anzahl der Eier und der Bruterfolg beobachtet und notiert. Als besonderes Ereignis werden sowohl Jung- als auch Altvögel beringt, wobei die Altvögel sogar eine individuelle Farbringkombination bekommen und so jederzeit erkennbar sind, sodass Beobachtungen wie z.B. über Größe des Reviers möglich sind.

Diese Beobachtungen geschehen im Rahmen von zwei Projekten:

Tierisches München – Ein Projekt der LMU, federführend von Dr. Sprau initiiert, das Daten über das Brutgeschäft von Kohlmeisen in Städten auch von Privatpersonen sammelt.

Klimawirkungsforschung - ein Verbund von Schulen, die verschiedene Umweltdaten erheben, um eine Veränderung durch den Klimawandel zu dokumentieren. Dazu werden z.B. Blühbeginn verschiedener Pflanzen, Wetterdaten einer Klimastation, Gewässeruntersuchungen und eben Brutbeobachtungen von Vögeln dokumentiert. Grundsätzliche Informationen gibt es auf der Internetseite www.wissenleben.de.

Ohne die Unterstützung von vielen Leuten, denen die Fachschaft Biologie zu großem Dank verpflichtet ist, wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen:

Förderverein des Erzbischöflichen Maria-Ward-Gymnasiums Nymphenburg für die Spende des Monitors
Dr. Sprau für die Bereitstellung des Kamera-Equipments und Beratung
Herrn Hiltner für die Erprobung der Kamera sowie die Installation der nötigen Internetverbindung
Den Hausmeistern Herrn Fritsch und Herrn Pausch für Hilfe bei der Installation des Nistkastens und des Monitors

Daniel Gueffroy


Link zum Nistkasten (Benutzername: mws; Passwort: kein Passwort, Zeile leer lassen)