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Mädchen

Maria Ward, eine Engländerin, eröffnete 1627 in München die erste Mädchenschule aus dem Bewusstsein, dass der Frau eine wichtige Rolle in Familie, Gesellschaft und Kirche zukommt und dafür eine gute Ausbildung Voraussetzung ist. Diese Zielsetzung ist heute noch genauso aktuell wie damals. Unsere Schule gründet also in einer jahrhundertlang bewahrten und bewährten Tradition. Wir halten daher bewusst - ohne das Bildungsangebot zu kürzen - an der Mädchenschule fest, da wir aus unserer Erfahrung heraus überzeugt sind, so der Wesensart, den Fähigkeiten und Bedürfnissen sowie den spezifischen Interessen der Mädchen besser gerecht werden zu können.

Unsere langjährige „gefühlte“ Erfahrung wird in den letzten Jahren zudem verstärkt durch wissenschaftliche Untersuchungen belegt. Wurde die Koedukation im 20. Jahrhundert nämlich noch als Schritt hin zur Chancengleichheit von Mädchen und Jungen bewertet, so werden heute monoedukative Schulmodelle oder zumindest fächerbezogener monoedukativer Unterricht nicht nur in Erwägung gezogen, sondern verstärkt empfohlen.
So kam z. B. eine Untersuchung der Pädagogischen Akademie des Bundes in Tirol im Jahre 2005 zu folgendem Ergebnissen:

• Beliebtheit und Interesse am Fach nehmen bei beiden Geschlechtern in der monoedukativen Phase zu, bei den Buben deutlicher als bei den Mädchen.
• Durch die Erhebung hat sich zudem deutlich gezeigt, dass sowohl Mädchen als auch Knaben den Unterricht weniger häufig stören, wenn sie getrennt geschlechtlich unterrichtet werden.
• Wenn man zusätzlich bedenkt, dass zumindest, was unsere Untersuchung betrifft, einiges dafür spricht, dass Mädchen unter Umständen gänzlich andere Zugänge zu ein und demselben Thema wählen als Buben, kann daraus geschlossen werden, dass zumindest fallweise Monoedukation den Unterricht effektiver macht.
• Sowohl bei Buben als auch bei Mädchen verringert sich die Anzahl störender Verhaltensweisen, wenn sie monoedukaiv unterrichtet werden.
• Für beide Fächer [Physik/Chemie und MusikErziehung] gilt nach Einschätzung der studierenden BeobachterInnen: Mädchen arbeiten wesentlich aktiver mit und verhalten sich disziplinierter, wenn sie geschlechtshomogen unterrichtet werden.
• Da wir für beide, inhaltlich sehr unterschiedliche Fächer – P/C und ME – zu ähnlichen Ergebnissen kommen, was Verhalten, Aktivität und Fleiß betrifft, schlagen wir vor, auch in anderen Fächern, zumindest versuchsweise, monoedukativ zu unterrichten.

Studie der Pädagogischen Akademie des Bundes Tirol zu Koedukation vs. Monoedukation

 

In zwei Studien des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) wurde darüber hinaus beobachtet, dass Schülerinnen von Mädchenschulen sich ebenso risikofreudig zeigten wie gleichaltrige Jungen, während Schülerinnen gemischter Schulen sich vergleichsweise risikoscheu verhielten.

 

Zwei Artikel über die Monoedukation aus der Tageszeitung "DIE WELT". Hier wird u.a. über unser Schwestergymnasium auf Schloss Hohenburg in Lenggries, das Erzbischöfliche St.-Ursula-Gymnasium berichtet.

Warum Mädchen ohne Jungs besser lernen

Der Hanni-und-Nanni-Effekt


Zwei weitere Artikel zum Thema Monoedukation finden Sie hier:

Besser lernen ohne Jungs publiziert in der "FAZ" sowie

Soll man Jungen und Mädchen getrennt unterrichten? erschienen in der "SZ".