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Studienfahrt nach Berlin 2017

Ich war noch niemals in Berlin... So ist es zwar in den ursprünglichen Lyriks nicht geschrieben, passt aber so besser zu der diesjährigen Studienfahrt der Q11 nach Berlin. Fast die Hälfte der Schülerinnen, die mitgefahren sind, war noch nie in Berlin. Inklusive mir.

Bevor wir aber nach Berlin gefahren sind, haben wir noch einen Stopp in Mödlareuth gemacht. Dort haben wir das örtliche Museum besucht, das über die Geschichte des kleinen Ortes berichtet. Obwohl es ein so kleiner Ort ist, wurde es von den Amerikanern nach dem 2. WK als "Little Berlin" bezeichnet, da es wie Berlin durch eine Mauer in zwei Teile geteilt wurde. All diese Fakten und spannenden Geschichten haben wir während einer Führung erzählt bekommen.

Nach diesem kurzen Zwischenstopp, ging es dann auch schon weiter nach Berlin… Während unserer Fahrt, wurden wir von Frau Gabelsberger, Frau Scholz, Herrn Seliger und Herrn Baumann begleitet – und unserem etwas zu strengen Busfahrer.

Endlich in Berlin angekommen wurden wir erstmal von einer Demonstration vor unserem Hotel begrüßt, die sich allerdings recht schnell wieder auflöste, da sie so klein war. In kleinen Gruppen durften wir zu Fuß noch ein wenig Berlin erkunden und unseren Tag an der Spree ausklingen lassen.
Am zweiten Tag ging es auch schon spannend weiter. Nachdem wir uns im total überfüllten Frühstückssaal etwas zu essen erkämpft hatten, fuhren wir mit einem Stadtführer durch Berlin. Dabei wurde uns erst einmal bewusst, wie groß Berlin wirklich ist.


Im Anschluss daran haben wir die Stasi-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen besucht. Dort wurden wir in zwei Gruppen geteilt und bekamen jeweils eine Führung von einem Zeitzeugen. Ich war in der Gruppe, die die Führung von Henry Leuschner bekam. Ein wirklich inspirierender und faszinierender Mensch. Aber das Besondere an den Führungen in Hohenschönhausen ist, dass es eher einer Reise in die Vergangenheit ähnelt als irgendeiner langweiligen Führung. Die Zeitzeugen können die spannendsten Dinge erzählen, aber auch schockierende Fakten. Der Ausflug dorthin war für mich definitiv der Höhepunkt dieser Fahrt.

Nach dieser bewegenden Führung sind wir noch spontan zur East Side Gallery gefahren. Dort konnten wir tolle und auch sehr bekannte Kunstwerke auf der ehemaligen Mauer bewundern, wie zum Beispiel den sozialistischen  Bruderkuss von Honecker und Breschnew oder den Trabi der die Mauer durchbricht. Im Anschluss an diese spannenden Ausflüge ging es wieder zurück ins Hotel und somit sind wir auch schon am Ende des zweiten Tages angelangt.


Am dritten Tag gab es mal wieder ein bisschen Geschichtsunterricht durch eine Führung an der Berliner Mauer. Dort wurde uns in jeweils zwei Gruppen die Geschichten der Berliner Mauer und des Widerstands der DDR-Bürger erzählt. Von dort sind wir dann mit der U-Bahn zur Haltestelle Bahnhof Zoo gefahren. Im Anschluss dazu sind wir zu der Dauerausstellung Topographie des Terrors gelaufen. Dort erfährt man die Geschichte an ihrem unmittelbaren Ort durch Fotos, Dokumente und verschiedenen Informationstafeln. Nach diesem informativen Vormittag bekamen wir unsere wohl verdiente Freizeit. Meine Gruppe entschloss sich dazu, ein kleines, uriges und irgendwie typisches Café zu besuchen. Danach schlenderten wir noch ein bisschen durch die Gegend und ließen uns mit der Masse treiben.

Am Abend fuhren wir zusammen mit den Lehrern zu den Hackeschen Höfen. Die meisten von uns entschlossen sich dazu, sich an die Spree zu setzen und den Straßenmusikanten zuzuhören. Am Ende kamen wir sogar noch mit ihnen ins Gespräch und Caro legte eine kleine Jam-Session ein. Diesen Abend haben wir alle sehr genossen und werden ihn in guter Erinnerung behalten.

Am nächsten Tag besuchten wir klassische Touristenattraktionen, wie das Brandenburger Tor und eine Aussichtsplattform auf einem Gebäude am Potsdamer Platz, die einen herrlichen Rundblick auf die Hauptstadt bot.


Mit meiner Gruppe besuchte ich nochmals die Hackeschen Höfe, um dort die tollen Graffitis zu betrachten. Nachmittags besuchten wir den Reichstag und das Paul-Löbe-Haus. Nach all den vielen geschichtlichen Fakten an den vorherigen Tagen, war es dann auch wieder erfrischend, aktuelle Themen zu behandeln.

Zu unserem Glück gab es im August eine Aktion des Bundestages, die wirklich spektakulär war. Und zwar wurde sobald es dunkel war, ein Film über die Geschichte Berlins an das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus projiziert. All dies wurde durch Musik und eine tolle Lichtshow unterstützt.

Und dann brach auch schon unser letzter Tag an. Dieser war nicht wirklich spektakulär, da wir hauptsächlich Bus gefahren sind.

Ich glaube uns allen hat die Fahrt sehr gefallen. Wir haben viele neue Eindrücke und Erfahrungen sammeln können.

Lilly Lehnert, Q12