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Schönheiten treffen Schönheiten

Tatsächlich liegt unsere Schule mit dem Nymphenburger Schloss, dem Botanischen Garten und dem Museum Mensch und Natur in einem kunst- und kulturhistorischen einmaligen Ensemble.

So war es für die Oberstufe 11 im Fach Kunst nur ein Katzensprung zum Besuch der berühmten Schönheitengalerie Ludwig I im Nymphenburger Schloss.
Diese ließ Ludwig I. aus 36 Porträts schöner Frauen sowohl adeliger als auch bürgerlicher Herkunft von seinem Hofmaler Joseph Stieler zu einer Gemäldesammlung zusammenstellen. Das war für die damalige Zeit ein sehr fortschrittlicher, liberaler Gedanke, denn nach der Meinung seiner Majestät fände man wirkliche Schönheit in allen Volksschichten.

So ist auch das berühmte Porträt der „schönen Münchnerin“, das des Dienstmädchens Helene Sedlmayr, bei deren Hochzeit in der Frauenkirche das Königspaar selbst als Trauzeugenpaar fungierte.

Wieso eigentlich nur Porträts? Der romantische Gedanke war dabei, dass sich im Gesichtsausdruck auch charakterliche Eigenschaften manifestieren würden. Dies führte im 18/19.Jahrhundert zu einer Populärwissenschaft, die die Verbindung zwischen Gesichtseigenheiten und Persönlichkeitsmerkmalen untersuchte (z.B. Johann Caspar Lavater).

 

 

Interessant fanden die Schülerinnen bei der Kunstexkursion natürlich die „wahren Geschichten“ hinter den Porträts, so das anrührende Leben der Helene Sedlmayr, die abenteuerlichen Reisen der Lady Jane Ellenborough, der rührende Wunsch der „schwanenhalsigen“ Auguste Strobl und natürlich die Skandale von Lola Montez.

Und was lag in der Wiesn-Woche  näher, als unsere Schülerinnen im Dirndl mit den 200 Jahre alten Schönheiten der Zeit Ludwig I. zusammenzubringen.
Zudem waren die Touristen im Nymphenburger Schloss von unserer dekorativen „Kunst-Gruppe“ sehr angetan und fotografieren sie natürlich begeistert.

T.Pfeffer (Text + Fotos)