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Hannah Krüger- Olympiadritte im Hockey in Rio

Am 26.01.2017 hatte das W-Seminar Sport „Olympia – Dabei sein ist alles!“ Besuch von Hannah Krüger, einer Hockeyspielerin aus der deutschen Nationalmannschaft. Sie hatte 2016 in Rio an den Olympischen Spielen mit ihrer Mannschaft teilgenommen und den dritten Platz belegt, d.h. die Bronzemedaille gewonnen.

Die 28-jährige Sportlerin hatte sich bereit erklärt, uns, den Teilnehmerinnen des W-Seminars 2016-18 bei Frau Backhaus, Fragen über Olympia und ihr Leben als Leistungssportlerin zu beantworten.

Hannah Krüger hatte bereits mit fünf Jahren angefangen Hockey zu spielen und schon 2009 ihre ersten Erfahrungen in der Nationalmannschaft gesammelt. Nach einer großen Enttäuschung, der Nicht- Qualifikation für die vorletzten Olympischen Spiele in London 2012, wurde die Hockeyspielerin für Olympia in Rio de Janeiro, Brasilien, nominiert. So wurde ihr Traum von der Teilnahme an den Olympischen Spielen letztendlich erfüllt.

Folglich konnte Hannah Krüger uns einen tieferen Einblick in das Leben einer Sportlerin bei den Olympischen Spielen geben:

So berichtete sie uns u.a. von den zahlreichen Sportoutfits für unterschiedliche Anlässe und weiteren Sponsoring Geschenken, die den deutschen Olympioniken im Vorfeld überreicht worden waren. Insgesamt wurden die gesamte Versorgung, Unterkunft und die Flüge vom Deutschen Sportbund und dem Gastgeberland finanziert.

Im Weiteren erzählte die Hockeyspielerin von Unterkunft und Versorgung im olympischen Dorf. Es gab einen Stromausfall vor dem ersten Hockeyspiel, unfertige Appartements bei ihrer Ankunft oder wenig ansprechendes Essen in der Mensa. All diese Dinge schienen allerdings die Sportlerin kaum gestört zu haben.
Im weiteren Verlauf des Nachmittags berichtete uns Hannah Krüger über das finale Bronzespiel gegen Neuseeland und weitere Ereignisse während ihrer Zeit bei Olympia. Als besonders schön empfand die Sportlerin den Schlusspfiff des Spiels um Platz drei und die Medaillenverleihung: „Wir waren nur noch am Strahlen.“

 

Sie schilderte uns die „ganz spezielle Stimmung“ bei der Eröffnungsfeier und dass die Hockeymannschaft anfangs eher wenig Kontakt mit den anderen Sportlern hatte, da der Fokus vorerst auf ihnen selbst und ihrer Disziplin lag. Nach Wettkampfende habe es dann zahlreiche Feiern im Olympischen Dorf und im Deutschen Haus, das außerhalb des Dorfs lag, gegeben, während denen sie die anderen deutschen Teilnehmer näher kennenlernen konnte.
Zurück in Deutschland feierte Hannah Krüger ihren Erfolg weiter mit einer Ehrung durch den Bundespräsidenten Joachim Gauck und privaten Feiern mit Freunden und Familie, die sie auch schon zum Teil bei Olympia vor Ort in Rio mitunterstützt hatten.

Insgesamt bezeichnete die Hockeyspielerin Olympia als „ große Sammlung an tollen Ereignissen“, wobei sie vor allem die Erfahrung von echter Gemeinschaft innerhalb ihrer Mannschaft betonte.

Trotz des Erfolgs bei Olympia steht zukünftig für sie selbst ihr beruflicher Werdegang im Vordergrund. Hannah Krüger hatte während ihrer sportlichen Karriere Biologie und Chemie für das Lehramt studiert. Nun möchte sie sich vorrangig auf ihr Referendariat konzentrieren. Die Vereinbarkeit von Beruf und Leistungssport war zwar möglich, verlangte aber der Sportlerin sehr viel Anstrengung und Disziplin ab und setzte ein großes Organisationstalent voraus. Vorteile für ihr Referendariat zieht sie aus ihrem Sport, da sie dauerhafte Beobachtung und Kritik von außen gewohnt war.

Das Highlight ihres Besuchs in unserem W-Seminar stellte die mitgebrachte Bronzemedaille und die Fotos dar, die ihre Erzählungen von Olympia untermalten.

Wir bedanken uns bei Hannah Krüger für ihren Besuch und ihre Offenheit, mit der sie ihre Erlebnisse bei den Olympischen Spielen in Rio mit uns teilte.

Nina Zaindl, Q11