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Die Werkwoche der G7c

Vom 16.11.-19.11.15 verbrachten wir, die Klasse G7c, gemeinsam mit Frau Rustler und Frau Mayr, eine Werkwoche zum Thema „Flucht früher und heute“. Organisiert wurde das Ganze von der djo (Deutsche Jugend in Europa) durch den Jugendreferenten Herrn Gerritzen.

Als wir in unserer Unterkunft in der Nähe von Rosenheim angekommen waren und die Zimmer aufgeteilt hatten, erzählte uns Gerhard – ein Spätaussiedler – seine Geschichte: Wie er nach Deutschland gekommen war und das Meiste in Rumänien, seinem Heimatland, zurücklassen musste, also nur das Allernötigste mitnehmen durfte. Danach sprachen wir in kleinen Gruppen über Themen wie Flüchtlinge, Vertriebene, Aussiedler u.Ä. und trugen unsere Ergebnisse dann vor.

Später kochten wir dann zusammen, und zwar sollten wir uns ein Heimatgericht aussuchen. Wir hatten uns für Käsespätzle und Kaiserschmarrn zum Nachtisch entschieden. Nachdem wir es uns alle schmecken gelassen hatten, zeigte Gerhard uns noch ein paar donauschwäbische Tänze, die uns viel Spaß machten. Nach dem Tanzen waren auch fast alle müde und wir gingen erschöpft ins Bett.

Am zweiten Tag diskutierten wir nach einem ausgiebigen Frühstück darüber, was Heimat für uns bedeutet. Dann sollten wir versuchen, uns in die Lage der um 1945 aus deutschen Provinzen Vertriebenen zu versetzen und erst die 10 wichtigsten Sachen aussuchen, die wir mitnehmen würden und uns dann auf die 5 wichtigsten zu einigen. Wir spielten außerdem ein Spiel, bei dem es verschiedene Gruppen gab. Der Gewinner der jeweiligen Gruppe durfte immer einen Tisch weiter gehen, dadurch merkten wir, dass es an verschiedenen Tischen verschiedene Regeln gibt. Wir mussten versuchen, uns auf Regeln zu einigen und das nur Mithilfe von Zeichen. So konnten wir nachempfinden, wie es Flüchtlingen geht, die mit vielen anderen Flüchtlingen in einem Raum sind, deren Sprache sie nicht sprechen.

Am darauffolgenden Tag unterhielten wir uns nach dem Frühstück über die Flüchtlingslage heutzutage und wir durften Herrn Gerritzen, dem Referenten, viele Fragen stellen. Das Spiel Albatros hatte uns gezeigt, dass nicht immer alles so ist, wie es scheint, dass man keine Vorurteile haben darf und alles genau hinterfragen sollte. Dann schauten wir einen Film über eine junge afrikanische Schriftstellerin, die sich trotz vieler Vorurteile ihren Berufstraum erfüllt hat.

Am Abend kochten wir dann mit 6 Flüchtlingen, die uns viel über sich und ihre Flucht erzählten, Gerichte aus ihrer Heimatländern Eritrea und aus dem Senegal. Das war eine sehr schöne Erfahrung für uns alle. Nachdem wir uns von den Flüchtlingen verabschiedet hatten, machten wir noch eine Nachtwanderung mit Fackeln. Am nächsten Morgen mussten wir leider nach einer kleinen Abschlussrunde schon wieder nach Hause fahren.

Die Woche hat uns viel Spaß gemacht und wir konnten eine Menge  Erfahrungen und Wissen sammeln. Danke an alle,  die dieses Projekt ermöglicht haben!

Von Paulina und Marthe aus der G7c