Vortragsabend mit Dr. Reinhard Erös von der Kinderhilfe Afghanistan am Donnerstag, 9. Juni 2016

Das soziale Engagement und die Unterstützung von Hilfsprojekten war schon immer ein Aspekt, auf den das Maria-Ward-Gymnasium großen Wert gelegt hat.

Sichtbar wurde dies nun auch  durch die ersten zwei P-Seminare, die unter dem Namen „Friedensschule für Afghanistan“ im Schuljahr 2014/15, geleitet von Herr Khan und Herr Rolle, starteten. Auch dieses Jahr gibt es wieder ein P-Seminar, dass unter der Leitung von Pfarrer Soellner Spenden für die „Kinderhilfe Afghanistan“ sammelt, von denen eine Friedensschule im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet finanziert wird.

Anlässlich der Eröffnung unserer Partnerschule fand am Donnerstag, 9.Juni, ein Vortragsabend mit Herrn Dr. Reinhard Erös statt, dem Leiter der Kinderhilfe Afghanistan. Der Abend wurde musikalisch begleitet durch die Chorklasse 5c unter der Leitung von Frau Zeilinger. Nach der anfänglichen Begrüßung durch unseren Schulleiter Herr Dr. Gruber und Clara Schlüter, eine Schülerin des diesjährigen P-Seminars, wurden die verschiedenen Spendenaktionen - wie zum Beispiel ein sozialer Tag, Parties und ein Klassenspendenwettbewerb - in Form eines kurzen Interviews vorgestellt.

Herr Dr. Erös, der inspiriert durch einen Satz von Mutter Teresa („Du musst die Menschen lieben, wenn du ihnen helfen willst“) schon in den 80er Jahren als Arzt nach Afghanistan ging, um den unter dem Krieg leidenden Einwohnern , zu helfen, gründete zusammen mit seiner Frau 1998 die „Kinderhilfe Afghanistan“. Diese ermöglichte durch viele private Spenden den Bau von insgesamt 33 Schulen, Hilfe bei Naturkatastrophen und als bisher größtes Projekt vor eineinhalb Jahren den Bau einer Universität für Mädchen.

Die „Kinderhilfe Afghanistan“ hat nun auch die durch unsere Spenden (am 9.6.2016 waren das 101.253,65 €!!!)  finanzierte Friedensschule errichtet. Herr Dr. Erös berichtete nun von der Einweihung unserer Partnerschule in Sargoda/Pakistan. Sie wurde an Pfingsten 2016 durchgeführt durch den Bischof von Islamabad, der alleine dafür eine 600 km lange Anreise in Kauf nahm. Die große Feier – laut Dr. Erös wie ein Volksfest begangen - wurde unter anderem auch durch Friedenstauben, Tanz und Gesang und farbenfrohe, traditionelle Festgewänder geprägt. Das zweistöckige Gebäude mit seinen 18 Klassenzimmern, ausgestattet unter anderem mit 20 Computern, wird diesen September in Betrieb genommen und ermöglicht vielen Mädchen eine höhere Schulbildung und somit bessere Aussichten für ihre Zukunft.

Lea Hartel, Q 11