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Projekttag zum Thema DDR der Q11 am 21.7.2016

Am Donnerstag, den 21.07.2016, fand in der Schule der kursübergreifende Projekttag der elften Jahrgangsstufe im Rahmen des Fachs Geschichte statt.

Im Mittelpunkt stand dabei das letzte große Lehrplanthema des Schuljahrs „Die DDR – eine deutsche Alternative?“. Dieses vertieften die Schülerinnen, eingeteilt in drei Arbeitsgruppen, unter Fokus auf das Leben Jugendlicher in der DDR sowie deren Erziehung an dem Tag in Form dreier unterschiedlicher sowie für das Fach Geschichte typischer Erarbeitungsmethoden:

1. Anhand eines Zeitzeugengesprächs mit Herrn Rainer Schneider (weitere Informationen unter: http://www.ddr-zeitzeuge.de/ddr-zeitzeugen-recherchieren/ddr-zeitzeuge/rainer-schneider-129.html) lernten die Schülerinnen in Form von Oral History das Vorgehen des Staates gegen jugendliche Oppositionelle kennen. Das Hauptaugenmerk lag bei dem Gespräch insbesondere auf den Arbeitswesen des Ministeriums für Staatssicherheit sowie den persönlichen Erfahrungen des Zeitzeugen mit dem politischen System.

2. Im Rahmen des Workshops „>Fröhlich sein und singen!< - oder: wie kriegt man den Sozialismus in die Köpfe?“, durchgeführt von einer Referentin des DDR-Museums Berlin, lag der Schwerpunkt auf Ideologie und Propaganda, besonders auf der Rolle der Medien als Transporteur für die sozialistische Ideologie in der Gesellschaft. Das Ziel war die Beantwortung der Frage, wie der Staat versucht hatte, die Kinder und Jugendlichen ideologisch zu beeinflussen und zu DDR-Bürgern zu erziehen. Es wurde interaktiv anhand einer typischen DDR-Biographie untersucht, inwieweit der Alltag der Menschen von der Ideologie durchdrungen war. Durch eine anschließende Arbeit mit verschiedenen Medien, die den Alltag von Kindern und Jugendlichen in der Schule und Freizeit begleitet haben, wurde außerdem deutlich, welche Rolle die Medien in der DDR bei der Durchsetzung der propagandistischen Ziele im Schulalltag gespielt hatten.

3. Abschließend wurde unter der Berücksichtigung der Fragestellung, inwieweit historische Spielfilme ein Instrument zur Geschichtsvermittlung sein können, der Film "Sonnenallee" kritisch begutachtet. Anhand eines Vergleichs mit Hilfe einer Plakat-Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erkannten die Schülerinnen die verklärte sowie zum Teil "ostalgische" Geschichtsauffassung der Komödie hinsichtlich des Alltags an der Berliner Mauer.


Nach zehn anstrengenden und zugleich aufschlussreichen Schulstunden ging der Projekttag zu Ende. Die Fachschaft Geschichte bedankt sich bei allen aktiven Teilnehmern und den bei der Organisation sowie Umsetzung beteiligten Personen.

StRin i.K. Christine Rustler, StR i.K. Dominik Rößler