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Besuch der Maria-Ward-Schwestern

Am Mittwoch stand in den sechsten Klassen der mit Spannung erwartete Besuch der Maria-Ward-Schwestern auf dem Programm.

Sr. Eleonora zog die Schülerinnen der G 6d mit detailgespickten Geschichten über das Leben Mary Wards in ihren Bann. Besonders spannend war die Frage, wo die Ordensgründerin der Congregatio Jesu, die auch nach deren Herkunftsland Institut der Englischen Fräulein genannt wird, begraben ist. Es existiert ein Grabstein bei York, doch wo sich ihr Leichnam befindet, ging in den Wirren der Historie verloren. Großen Eindruck hinterließ der Weg Marias, zuletzt in hohem Alter und gesundheitlich angeschlagen, sechs Monate zu Fuß über die Alpen, um ihren Orden vom Papst genehmigen zu lassen, der dies aber stets verweigerte – erst 1909 erlaubte dies Papst Pius X.

Maria Ward als Stifterin des Instituts zu bezeichnen, ist aus heutiger Sicht schwer vorstellbar. Ein Gefängnisaufenthalt in München, der Marias Tatendrang zügeln sollte und bei dem die berühmten Zitronen-Briefe entstanden, wurde erst aufgrund der Fürbitte des Bayerischen Herzogs beim Papst beendet. Dieser Fürst ermöglichte auch die Etablierung des Instituts in München.

Wissbegierig erkundigten sich die Schülerinnen nach den Beweggründen Sr. Eleonoras für den Eintritt ins Kloster, die, einst selbst Schülerin und später Lehrerin an unserer Schule, gerne Auskunft erteilte und betonte, es bis heute niemals bereut zu haben, auf den Spuren Maria Wards zu wandeln.

 

 

Als kleines Dankeschön für den Besuch hatte Dr. Schmelter für alle Schwestern Blumen besorgt – verbunden mit der Vorfreude, auch im nächsten Jahr solch authentisch berichtende Gäste zur Maria-Ward-Woche einladen zu dürfen.

Christian Dicknether