Dirndl trifft Baskenmütze
Frankreichaustausch: Fahrt nach Paris vom 11.-18. März 2016

Freitag:
Heute Morgen war es endlich soweit! Um kurz vor 6 Uhr standen 24 müde, aber dennoch glückliche Mädchen, sowie Frau Manhart und Herr Gottschalk am Hauptbahnhof München und konnten die Fahrt nach Paris gar nicht mehr erwarten. Nachdem alle ihren Platz gefunden hatten, einschließlich der Zuspätkommenden, dauerte es keine sechs Stunden und wir fuhren in den prächtigen Bahnhof, Gare de L'Est, mitten in Paris ein. Kaum waren wir aus dem Zug ausgestiegen und durch die herrliche große Bahnhofshalle gelaufen, ging's auch schon weiter mit einer Busrundfahrt. Zusammen mit einer sehr freundlichen französischen Dame wurde uns ein erster Einblick in die Stadt vermittelt.

 

Am Lycée de Bury, unserer Partnerschule in Margency, empfingen uns anschließend nicht nur die Franzosen, sondern auch ein klarer blauer Himmel und strahlender Sonnenschein. Der erste Abend in einem neuen Land sowie das Wochenende gehörten uns und unseren Gastfamilien.

Samstag:    
Die erste Nacht in Frankreich hatten wir schon hinter uns. Bei einigen ging der Tag mit den Franzosen erst um 13 Uhr los, da viele von unseren Austauschpartnern vormittags in die Schule mussten, um einen Test zu schreiben. Das hielt uns aber nicht davon ab, trotzdem anschließend mit den Franzosen einen schönen Tag zu haben. So verbrachten wir diesen teilweise in Paris, teilweise bei sportlichen Aktivitäten oder einfach im engen Kreis mit der Familie.

Sonntag:
Disneyland wir kommen! Am Sonntag ging für viele Mädchen doch noch der große Traum eines Besuchs in Disneyland in Erfüllung! So war eine große Gruppe von uns mit ihren Austauschpartnern den ganzen Tag im Disneyland. Ja, wir alle gestalteten den Tag sehr vielfältig und interessant, sodass wir am Abend alle im Bett liegen und mit einem zufriedenen Lächeln und einem wohligen Gefühl im Bauch an das in Frankreich verbrachte Wochenende zurückdenken konnten - mit all den neuen Eindrücken und Erfahrungen, die wir gesammelt hatten.

Montag:
Das war der erste Tag unserer gesamten Gruppe und mit unseren beiden Lehrern in Paris! Und wir mussten das erste Mal in aller Früh mit den Franzosen aufstehen. Jedoch hatten wir einen Vorteil, denn da in Frankreich die Schule erst um 8:30 Uhr anfängt, hieß es für uns alle ein paar Minuten länger schlafen. Als alle deutschen Mädels dann vor dem Lycée versammelt waren, stiegen wir schnatternd und plappernd in den Bus und nahmen anschließend den Zug, der uns Richtung Paris-Zentrum brachte.

Und schon ging es, kaum dass wir angekommen waren, die 402 Treppenstufen der Kathedrale Notre Dame hinauf. Nicht nur hier wurden wir mit einer klaren Sicht und dementsprechend auch einem Wahnsinnsausblick belohnt, sondern vor allem auch anschließend von der zweiten Etage des Eiffelturms (natürlich haben wir die Treppen genommen, denn Montag war „Stufen-Tag“ - insgesamt sind wir stolze 1106 Treppenstufen hochgestiegen... und natürlich auch wieder runter).

Nach Freizeit, einem Snack und vielen Fotos machten wir uns wieder auf den Heimweg zurück zu unseren Gastfamilien, mit denen wir noch einen schönen Abend hatten - hier und da auch wieder mit abendlichen Events.

 

Dienstag:
Den Dienstag verbrachten wir an vielen verschiedenen wunderschönen Orten, angefangen beim Arc de Triomphe. Schon wieder Treppen steigen… Aber mittlerweile hatten wir alle ein bisschen mehr Kondition, und so fiel uns der Aufstieg nicht allzu schwer – mal abgesehen vom Drehwurm, den wir nach der Wendeltreppe hatten. Aber es lohnte sich definitiv, denn der Rundum-Blick vom Dach des Arc de Triomphe war unbeschreiblich.

Der nächste Programmpunkt ließ ein paar Mädchenherzen höher schlagen, denn jetzt hieß es: Auf die Plätze, fertig, shoppen! Wir hatten ungefähr zwei Stunden Zeit, um die ganze Champs-Elysées entlang zu bummeln, und das nutzten manche, um ein bisschen mehr Geld als beabsichtigt auszugeben.

Treffpunkt, Brotzeitort und Showplatz der ergatterten Schätze war der Garten der Tuileries, den wir dann, zufrieden vom Shopping-Erlebnis, durchliefen, um daraufhin den Louvre und die Glaspyramide von außen zu besichtigen. Anschließend spazierten wir zur Opéra und von dort vorbei an dem teuren Warenhaus Galeries Lafayette. Im benachbarten Kaufhaus Printemps konnten wir einen kleinen Einblick in die Welt der französischen Düfte und der Haute Couture erhalten. Nur leider war da das Geld schon aufgebraucht…

Mittwoch:
Die Schüler des Lycée staunten nicht schlecht, als eine Horde von 24 deutschen Mädels am Mittwoch in die Schule eindrang. Wir wurden auf alle Klassen der Klassenstufe Seconde aufgeteilt und durften drei Stunden im Unterricht dabei sein. Die einen langweilten sich, für die anderen war es ein spannendes Erlebnis.

Bei dem anschließenden französisch-deutschen Gedenkgottesdienst für Julia, die uns eigentlich hätte begleiten sollen, war die Stimmung eher bedrückt als heiter. Das änderte sich aber am Abend wieder, der in den Gastfamilien verbracht wurde.

 

Donnerstag:
Montmartre zu besichtigen war ein unvergessliches Erlebnis. Das lag auch an der sehr netten Führerin, die uns mit Begeisterung dieses tolle Viertel zeigte. Der Höhepunkt der Tour war die atemberaubende Kirche Sacré-Cœur, vor der wir auch ein wunderschönes Gruppenbild machten. Den zweiten Teil des Tages verbrachten wir im beeindruckenden Musée d’Orsay, einem lichtdurchfluteten, stillgelegten Bahnhof. Dort befindet sich eine wunderschöne Sammlung an Gemälden und Skulpturen des 19. Jahrhunderts.

Freitag:
Nach der emotionsreichen Verabschiedung von unseren Austauschpartnern und den Gastfamilien fuhren wir zum Bahnhof. Die Koffer in Schließfächern geparkt, ging es dann zu einem Boot der Bateaux Parisiens, mit dem wir die Seine entlang fuhren. So konnten wir abschließend noch einmal viele der schönen Sehenswürdigkeiten von Paris bestaunen und hatten noch etwas Zeit, uns von dieser traumhaften Stadt zu verabschieden, in der wir eine unvergessliche Woche erleben durften.

Anschließend ging es mit TGV wieder zurück nach München... denn zu Hause ist es ja bekanntlich immer noch am schönsten!

Emilia Mattuschat (G 9c) und Svea Straßburger (G 9c)