P-Seminar Musik – „Echtzeit“ – Projekt

„Eine Porzellankröte legte heute den Verkehr auf der Champs-Elysées lahm. Inzwischen hat die Polizei die Kröte dem Besitzer Claude Debussy zurückgegeben. Laut seiner Aussage ist er sehr froh, seine Kröte wieder zu haben, da es für ihn unmöglich ist, ohne sie zu komponieren.“

Mit dieser und vier weiteren Nachrichten begann unsere „Echtzeit“–Moderation am 8. Juni 2016 im Herkulessaal und damit die Generalprobe des Synphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Gelegentlich findet am Tag vor dem tatsächlichen Auftritt des Orchesters eine öffentliche Generalprobe statt, die dann von Schülern für Schüler moderiert wird. Diesmal hatten wir die Ehre, unserem Publikum drei Werke von dem Komponisten Claude Debussy näher zu bringen. Das Programm erarbeiteten wir innerhalb von vier Workshops im BR gemeinsam mit der Moderatorin Ute Sailer. Um die Moderation lebhafter zu gestalten, bauten wir einige Zitate ein. Hierfür erhielten wir professionelle Hilfe von dem BR-Moderator Peter Veit und bekamen eine kleine Einführung in einem Tonstudio des BR.

Bei den Treffen herrschte stets gute Stimmung und Kreativität. Unterdessen lernten wir den richtigen Umgang mit einem Mikro, wie man jemanden interviewt und wie man sich spontan und natürlich vor Publikum verhält. Nachdem wir uns intensiv mit dem Komponisten und den Werken auseinandergesetzt hatten, begannen die letzten Vorbereitungen für das Konzert: wie komme ich elegant auf die Bühne und wieder herunter, Soundcheck machen, noch schnell stylen und sich das Toi-Toi-Toi der Musiker abholen (auf das man - wie wir jetzt wissen - niemals mit „danke“ antworten darf). Und dann ging es auch schon los...

Die Nachrichten, mit denen die Echtzeit begonnen hat, waren tatsächliche Fakten über den Komponisten Claude Debussy, nur eben lustig verpackt. Er hatte zum Komponieren wirklich eine Porzellankröte als Glücksbringer. Anschließend folgte eine kurze Inhaltszusammenfassung des Préludes "Nachmittag eines Fauns" und eine Präsentation einiger Klangeffekte aus diesem Stück. Der nächste Programmpunkt war das erste Interview mit dem berühmten Oboisten, Dirigenten und Komponisten Heinz Holliger. Durch ihn bekamen wir Einblicke in das Leben eines Berufsmusikers. Wir hatten zusätzlich die Ehre einem der weltweit gefragtesten Baritonsänger Christoph Gerharer ein paar Fragen stellen zu können.

Abschließend können wir sagen, dass uns das komplette Projekt sehr viel Spaß gemacht hat und wir es als große Ehre empfunden haben, solche Berühmtheiten kennengelernt haben zu dürfen. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Frau Uta Seidel, Herrn Heinz Holliger, Herrn Christian Gerharer, dem gesamten Team des BR und natürlich unserem Lehrer Herrn Kutscher.

Ein Bericht von Theresa Pfeifer, Clarisse Gräbe, Anna-Maria Glasl, Anna Milenovic und Mirella Hill (Q11)

Link zum Video auf der Homepage des BR

© Fotos: BR/ Astrid Ackermann