Erzbischöfliches Maria-Ward-Gymnasium sammelt 100.000 Euro für den Bau einer Schule in Pakistan

Am Donnerstag, 9.6. (um 19 Uhr in der Aula der der Schule) übergeben wir am Erzbischöflichen Maria-Ward-Gymnasium Nymphenburg das gesammelte Geld an Dr. Reinhard Erös, den Gründer und Leiter der Kinderhilfe Afghanistan.

Er kann uns an diesem Abend bereits von der Einweihung der Schule, die an Pfingsten stattgefunden hat, berichten.


Im September 2014 hat ein P-Seminar der 11. Klasse begonnen, um durch verschiedene Aktionen Geld für das Projekt zu sammeln: Die Schülerinnen organisierten Parties, Spendenaktionen in den Klassen, einen Spendenlauf, Catering bei verschiedenen Veranstaltungen und vieles mehr. Innerhalb von wenigen Monaten waren bereits 30.000 Euro gesammelt.

Unser Partner, Dr. Erös von der Kinderhilfe Afghanistan, war begeistert und konnte damit den Bau der Schule beginnen – nicht, wie ursprünglich geplant – eine kleine Dorfschule in Afghanistan, sondern eine „Friedensschule“ die bis zum höheren Schulabschluss führt, in Pakistan.

Das Ziel: Mädchenbildung ermöglichen, also junge Frauen befähigen, etwas für die Zukunft ihres Landes zu tun. Damit soll gleichzeitig ein Gegengewicht zum fundamentalistischen, radikalen Einfluss der Taliban (die sowohl in Afghanistan als auch in Pakistan stark sind) geschaffen werden.

Das Konzept der „Friedensschule“: In den Grundschulklassen gemeinsamer Unterricht von Jungen und Mädchen, ab der 5. Klasse Unterricht für Mädchen bis zum „pakistanischen Abitur“ am Ende der 12. Jahrgangsstufe – daher der Schulname „Maryam-Girls-High-School“. – Die Schule ist offen für Muslime, aber auch für angehörige der christlichen Minderheit in diesem Landstrich Pakistans. So soll auch ein Beitrag zur Verständigung unter den Religionen geleistet werden.

Der Bau der Schule wurde im März 2015 begonnen und ist nun abgeschlossen.


Inzwischen hat seit Beginn dieses Schuljahres ein neues P-Seminar die Arbeit aufgenommen und sammelt weiter, sodass wir  nun die erwähnten 100.000 Euro beisammen haben und sie am 9.6. mit einem symbolischen Scheck an Herrn Dr. Erös übergeben können.

Gottfried Soellner