24 in der Ewigen Stadt:

ein Reisebericht des P-Semniars Latein 2014/2015

Sonntag Morgen um kurz vor fünf am Münchner Flughafen.
22 Mädchen und zwei Lehrkräfte, namentlich Herr Ettl und Frau Berreiter, des Maria-Ward-Gymnasiums stehen halb noch schlafend, halb bereits am Sandwich frühstücken in Grüppchen herum und warten. Warten auf ihren Flug um 6:35 Uhr nach Rom, das ersehnte Ziel langer Seminarstunden voller Planungen.

Sonntag Mittag. Rom.
Nach einem recht entspannten Flug und einer heißen Busfahrt sind wir an unserem Hotel angekommen. Leider zu früh, die Zimmer sind laut der Dame am Empfang mit der wir uns im Laufe unseres Aufenthalts noch „super“ anfreunden werden, noch nicht gemacht. 24 Leute, im heißen, wunderschönen Rom, 23 davon junge Frauen mit ...hm... winzigen Koffern.
Doch so schnell vergeht uns die Lust auf unsere Reise nicht und zum Glück sind Judith, Franziska und Jacklin äußerst spontan.
Also lassen wir die Koffer im Hotel und starten zu den ersten Sehenswürdigkeiten. Die heutigen Ziele:   1. Das Forum Romanum (Roms ältestes Forum)
            2. Der Palatin (einer der sieben Hügel Roms)
            3. Das Kapitol (der Kapitolinische Hügel, ebenfalls einer der sieben)
            4. Das Kolosseum (das größte im antiken Rom erbaute Amphitheater)
Der erste Tag verläuft trotz der anfänglichen Schwierigkeiten wunderbar und so hat sie uns bereits in ihren Bann geschlagen, die ewige Stadt.

Montag Morgen. Rom.
Das Frühstück im Hotel ist etwas provisorisch, man bestellt und bekommt auch etwas  - nur nicht ganz immer das, was man zu erhalten hoffte.
Doch das ist egal, denn das Tablett mit den Getränken und Gebäckstücken wird von einem sehr sympathischen älteren Römer serviert, der gleichzeitig auch als lebender Wecker fungiert.
Und kaum haben sich alle voller Tatendrang und Elan draußen vor dem Hotel im bereits sehr angenehm warmen Tag versammelt, geht es auch schon los.
Alisa, Fiona und Pauline besichtigen mit uns
1. Die Villa Doria Pamphili (der größte und wunderschöne Park Roms in Trastevere)
2. Gianicolo (wieder einer der sieben Hügel Roms)
3. Trastevere (eines der - unserer Meinung nach – aller schönsten und zauberhaftesten Viertel Roms)
Auch dieser Abend geht mit einem gelungenen Abendessen, wundervoll abgerundet zu Ende.

Dienstag Morgen. Rom.
Wir treffen uns früh. Für manche sehr früh, aber das heutige Tagesprogramm ist straff und die Sehenswürdigkeiten der Stadt lechzen geradezu danach von uns entdeckt und bewundert zu werden.
Auch heute verspricht der Tag wieder heiß zu werden, doch Clara, Sabrina und Sophie W.
leiten uns heute durch die entlegensten Winkel Roms und gönnen uns natürlich auch Pausen im Schatten.
Und am Ende des Tages blicken wir auf einen Tag voll von Sehenswürdigkeiten wie
1. San Bernardo alle Terme (eine Klosterkirche der Zisterner)
2. Cripta dei Capuccini und die Kirche (wie der Name sagt, eine Kapuzzinerkirche, mit einer sagenumwobenen, knochenverzierten Krypta)
3. San Pietro in Vincoli (eine Kirche, in der die Ketten des heiligen Paulus und Michelangelos behörnter Mose zu finden sind)
4. Piazza Bocca dealla Verità (wer kennt ihn nicht aus „ein Herz und eine Krone“, den Mund der Wahrheit, am Eingang einer schönen mittelalterlichen Kirche)
5. Tiberinsel (erklärt sich bestimmt von selbst, die Kirche auf der Insel heißt „San Bartholomeo all' Isola)
6. Das Ghetto, die Synagoge leider nur von außen und die Fontana delle Tartaruge (Schildkrötenbrunnen, sehr süß)
7. Campo die Fiori (der Platz der Blumen mit einem sehr idyllischen, italienischen Wochenmarkt, im Zentrum Roms)
8. Villa Paganini (ein schöner Park)
9. Villa Torlonia (ein öffentlicher, praktischerweise gegenüber der Villa Paganini liegender Park, außerhalb der römischen Stadtmauern)
10. Quartiere Coppedé (das „Reichenviertel“ Roms, das nachts ein wirklicher magischer Ort in Rom ist)
zurück.
Der Tag verläuft recht sportlich, gemessen an den marathonartigen Strecken die wir zurücklegen, doch als wir Abends bei Sabrinas Tante mit einem reichlichen, italienischen Buffet gestärkt werden, erfüllt der Blick zurück auf den ereignisreichen, wunderschönen Tag.

Donnerstag Morgen. Rom.
Und noch ein wenig früher vor dem Hotel, denn heute ist der heilige Tag. Also, er fühlt sich fast heilig an. Wir beim Papst.
Äußerst ordentlich bekleidet brechen wir auf, um noch vor den Touristenmassen am Petersplatz zu sein. Unsere erste Etappe: die Eroberung der Domkuppel.
510 Stufen später: eine bombastische Aussicht auf die vatikanischen Gärten und Museen (und vielleicht auch auf Papst Benedikt, aber wenn, bleibt das unser Geheimnis)
Außerdem haben wir uns
1. Den Petersdom
2. Die Nekropolen (gemeinsam mit zwei Führern der Schweizer Garde steigen wir hinab ins alte Rom, bis zum Grab des heiligen Petrus) und
3. Die Engelsburg (ehemals das Mausoleum Hadrians, dann Burg der Päpste)
angesehen.
Als wir abends gemeinsam mit einem Schweizer Gardisten und Freund von Herrn Ettl beim Essen sitzen, kann es sein, dass Außenstehende kleine, golden schimmernde Kreise um die Hinterköpfe der P-Seminarteilnehmerinnen und ihrer Begleiter leuchten sehen.

Freitag Morgen. Rom.
Heiß, heißer Freitag! Nach einem fast schon langen Schlaf treffen wir uns an unserem letzten ganzen Tag in der Hitze Roms, gut gefrühstückt.
Obwohl wir es kaum zugeben können, sind unsere jungen, agilen Körper doch etwas angestrengt von den Touren der letzten Tage und so versuchen Lena, Lilian und Sophie den Tag etwas zu entzerren. Ob es ihnen gelingt oder nicht, hängt ganz vom Auge des Betrachters ab, aber nach einem ausgiebigen Einkauf im italienischen Rewe (oder so ähnlich) besichtigen wir
1. Die Piazza di Trevi (der sagenhafte Platz im Zentrum Roms, dessen Herz der Trevibrunnen bildet, in den so Mancher mit Hoffnung auf eine Rückkehr in die Stadt eine Geldmünze wirft)
2. Das Pantheon (eine Kirche, die früher ein römischer Tempel war, mit einem kreisrunden Loch in der Decke)
3. Die Piazza Navona (bekannt für drei schöne Brunnen) und Sant Agnese in Agone
4. Die Spanische Treppe
5. Die Villa Medici (früher eine Villa der Medici aus Florenz, seit Napoleon Sitz der französischen Akademie)
Unser letzter Abend in Rom vergeht, nachdem wir Fußball geschaut und gegessen haben, märchenhaft an der Piazza Venezia.

Samstag um kurz vor vier.
Schweren Herzens macht sich die Reisegruppe Rom auf zum Flughafen. Während der Flieger Richtung Heimat abhebt, schweifen die Gedanken (mancher jedenfalls, andere schlafen einfach) zurück auf eine unvergessliche Woche, die uns mit Sicherheit ewig in Erinnerung bleibt.

In Vertretung des P-Seminars Latein, Sophie Ebert, Fiona Hausselt und Jacklin Striedl