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Maria-Ward-Gedenkwoche 2015
Montag, 26.01.–Donnerstag, 29.01.2015

„Starke Frauen braucht die Welt“ – Unter diesem Motto stand unsere diesjährige Maria-Ward-Woche. Besonders in den Blick haben wir dabei die Lage der Mädchen und Frauen in den Ländern Indien, Pakistan und Afghanistan genommen.

Im Zentrum des Interesses stand neben Maria Ward die jüngste Friedensnobelpreisträgerin der Geschichte, Malala Yousafzai. Wie Maria Ward ist sie überzeugt, dass (Aus-)bildung neben dem Glauben die Grundlage für ein menschenwürdiges Leben ist.

„One child, one teacher, one book and one pen can change the world“ – diesen Worten von Malala Yousafzai hätte Maria Ward sicher zugestimmt.

1. „Maria-Ward-Stunden“
An vier Tagen, angefangen von Montag, den 26. Januar, bis zum Donnerstag, den 29. Januar, haben wir jeweils eine Unterrichtsstunde den Themen Maria Ward und Frauen in Indien, Paktistan und Afghanistan gewidmet.

Die fünften Klassen wurden in das Leben und Werk Maria Wards eingeführt und erfuhren Einiges über das England zur Zeit Maria Wards, Marias Kindheit und Jugend, ihren Aufbruch aus England und ihre Schulgründungen auf dem Kontinent. Sie hörten auch von Marias Gefangennahme in München und durften, wie Maria, geheime Zitronenbriefe schreiben.


Sr. Eleonora, Sr. Magna und Sr. Ursula der Congregatio Jesu erzählten den Schülerinnen der sechsten Klassen über ihre persönlichen Erfahrungen als Maria-Ward-Schwestern. Darüber hinaus beschäftigten sich die Mädchen mit Maria Ward, der ersten Jesuitin. Den Abschluss bildete am Donnerstag eine Informationsstunde über das Leben Malalas.

 

 

 


In den Jahrgangsstufen 7-10 wurde zunächst die Problematik der „fehlenden Mädchen“ in Indien angesprochen, wo tausende weiblicher Föten gezielt abgetrieben werden. Das Motiv für den Mord an den ungeborenen Töchtern liegen im wirtschaftlichen Denken: Man wünscht sich einen stolzen Sohn, der bei einer großen Hochzeit viele Geschenke der Brauteltern bekommt – und keine wirtschaftlich unnütze Tochter, die vielleicht sogar den Ruin bedeuten könnte.

In den folgenden Stunden diskutierten wir anhand von Malalas Leben, welche Bedeutung Bildung für das Leben von Mädchen in Pakistan hat. Wir verglichen es mit der Situation der Mädchen in Deutschland und besprachen die Entwicklung der Frauenrechte in Europa. Zentrale Frage war: Was können, was müssen wir selbst für unsere Recht tun?

Sr. Ursula CJ berichtete nicht nur in der 6. Klasse von Maria Ward, sondern hielt auch vor den Schülerinnen der Q11 einen beeindruckenden Vortrag zum Thema „Das Frauenbild Maria Wards“.

2. Starke Frauen im Kunstunterricht
Anlässlich der Maria-Ward-Woche wurden im Kunstunterricht der 8. Jahrgangsstufe Plakate zum Thema „Starke Frauen braucht die Welt“ entworfen und ausgestellt. In einer Internetabstimmung wurden dann die gelungensten Plakate ermittelt.

 


3. Starke Mädchen im Sportunterricht

Kämpfen und Kampf sind soziale Tatsachen, die zur Lebenswirklichkeit von Schülerinnen gehören. Verhaltensweisen des Kämpfens begegnen uns im Alltag ständig, facettenreich und ambivalent, teilweise konkret sichtbar bei sportlichen Wettkämpfen. Das bewusste Erlernen partnerschaftlicher Verhaltensweisen im Rahmen eines kämpferisch ausgerichteten Bewegungsdialogs können maßgeblich dazu beitragen, Sozialkompetenz, Empathie und Widerstandskräfte gegen Gewalt zu entwickeln.

In der Maria-Ward-Woche wurden Zweikampfspiele zur Schulung der Gleichgewichtsfähigkeit durchgeführt, bei denen es nicht nur um den Einsatz von Kraft ging, sondern auch um Geschicklichkeit und Reaktionsschnelligkeit.

Diese Zweikämpfe waren in der Regel schnell entschieden und boten daher die Chance, vielfältige Erfahrungen mit unterschiedlichen Partnerinnen zu sammeln. So wurden Zusammenhänge von Aktion und Reaktion kennen gelernt und die Fähigkeit entwickelt, wachsam und flexibel auf Angriffe zu reagieren und als Angreiferin gegnerische Kräfte zu nutzen. Schließlich wurde dabei auch die eigene Körperwahrnehmung verbessert.
(Jutta Backhaus)

4. Wortgottesdienst zum Abschluss der Maria-Ward-Woche
Die Maria-Ward-Woche endete am Donnerstagabend mit einem von den Schülerinnen mitgestalteten Wortgottesdienst zum Thema „Mary meets Malala“, der musikalisch von der Chorklasse G 5c und der Solistin Sifrina Haltmayr (G 9c) mitgestaltet wurde.

Wir freuen uns, dass wir die Maria-Ward-Woche und den abschließenden Gottesdienst zusammen mit den Schwestern der Congregatio Jesu zum Gedenken an unsere Schulgründerin feiern durften.

Rita Elsner