DJSliderLesen macht Spaß

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Lesen macht unheimlich viel Spaß!!!

Als prominenten Gast konnten wir für die Ausrichtung des elften bundesweiten Vorlesetages „Große lesen für Kleine“ in unserer Schule Herrn Bischofsvikar Rupert Graf zu Stolberg begrüßen, der sich bereit erklärt hatte, vor 146 Schülerinnen der vier fünften Klassen aus drei prämierten Jugendbüchern vorzulesen.

Im letzten Jahr hatten wir als Vorleserin Frau Dr. Krump zu Gast, die Ordinariatsdirektorin, die für alle kirchlichen Schulen in unserem Bistum die Verantwortung trägt. Während Herr Dr. Gruber im Vorjahr unsere prominente Vorleserin als „die wichtigste Frau hinter dem Kardinal“ begrüßte, stellte ich am letzten Freitag den Herrn Bischofsvikar als „einen der wichtigsten Männer hinter dem Kardinal“ vor.
In besonderer Weise dankten wir ihm, dass er trotz seiner zahlreichen Verpflichtungen den Weg in unsere Aula gefunden hatte.

Bischofsvikar Rupert zu Stolberg nahm an diesem Tag im wahrsten Sinne des Wortes seine Aufgabe als Vorleser wahr, denn es ist wohl klar, dass er nicht die Zeit finden konnte, die drei Bücher, die immerhin insgesamt an die 900 Seiten umfassen, selbst zu lesen. So wurden ihm von mir die wichtigsten Informationen zusammengestellt und auch die Leseproben vorgeschlagen:

Einmal ging es um eine Glücksbäckerei, in der nach magischen Rezepten gebacken wird, dann um einen Buben und seine Schwester, die durch ein Gitter im Wäschekeller in das geheimnisvolle „Unterland“ fallen, und zum Schluss löste sich ein Junge in Luft auf.

Im Einzelnen wurden die Bücher wie folgt vorgestellt: An die Information über die Autorin (Autoren waren keine vertreten) folgte eine kurze Information über den Inhalt, den Preis und die Seitenzahl des Buches.
Ohne das Wichtigste und Spannendste zu verraten, wurden dann der Inhalt etwas ausführlicher entfaltet und eine Hinführung zur Leseprobe hergestellt, die sich anschloss:

Kathryn Littlewoods Buch „Die Glücksbäckerei – das magische Rezeptbuch erzählt davon, dass Rose und ihre Familie ein Geheimnis hüten: Es ist das alte Familenbackbuch, in dem so zauberhafte Rezepte wie „Liebesmuffins“ und „Wahrheitsplätzchen“ gesammelt sind. Roses Eltern hüten das Buch wie ihren Augapfel, keines der Kinder darf nur einen Blick hineinwerfen. Doch dann müssen die Zuckerbäcker verreisen. Rose und ihre Geschwister versprechen, sich von dem Buch fernzuhalten. Aber was passiert wohl?
Bald schon gibt es in dem kleinen Dorf ein großes Durcheinander. Die Leseprobe erzählt von der Wirkung der „Liebesmuffins“ auf Schülerinnen der Schule, die auch der attraktive Bruder Roses, Tymo, besucht …

Das zweite Buch, das auf dem Programm stand, wurde von Suzanne Collins geschrieben; es trägt den Titel „Gregor und die graue Prophezeiung“. Als Gregor und seine kleine Schwester Boots durch das Gitter des Lüftungsschachts fallen, landen sie im „Unterland Regalia“, das von sprechenden Kakerlaken, Ratten und Fledermäusen bewohnt wird. Natürlich will Gregor so schnell wie möglich nach Hause. Doch dann erfährt er von einer rätselhaften Prophezeiung, die mitteilt, dass das Schicksal Regalias allein in seinen Händen liegt.
Die Leseprobe erzählt davon, dass Gregor und seine Schwester fliehen wollen, aber von den kriegerischen Ratten verfolgt werden …

Das dritte Buch wurde von der irisch-britischen Autorin Siobhan Dowd verfasst und trägt den Titel „Der Junge, der sich in Luft auflöste“.
Es berichtet davon, dass der kleine Ted von seiner Tante Gloria und seinem Cousin Salim besucht wird. Man unternimmt einen Ausflug zum Riesenrad in London. Da Salim bereits über eine Eintrittskarte verfügt, die anderen aber noch warten müssen, besteigt er eine Gondel. Aber: Er kommt niemals unten an. Die Suche nach dem Cousin beginnt. Dabei steht vor allem Ted im Vordergrund, der von sich selbst sagt, dass sein Kopf nach einem anderen „Betriebssytem“ arbeite. Immer wenn er nervös wird und intensiv nachdenkt, hält er seinen Kopf zu Seite und seine Hand fängt zu schlackern an. Ted entwickelt neun Theorien im Zusammenhang mit dem Verschwinden seines Cousins, die er systematisch abarbeitet. Mit Erfolg?

Wünschen von Schülerinnen, die Bücher sofort auszuleihen, konnten leider nicht erfüllt werden. Die Vorlesebücher kommen in die Schülerinnenbibliothek und können dann bald entliehen werden.

Mit tosendem Applaus wurde nach zwei Schulstunden der Vorleser verabschiedet. Eine Rundfunkredakteurin, die über unsere Veranstaltung im Radio berichten wird, befragte dann noch Graf Rupert zu Stolberg und auch drei Schülerinnen unserer Schule, die laut als Fazit in das Mikrofon riefen: „Lesen macht unheimlich viel Spaß!“

Dr. Jürgen Schmelter