Kanada-Austausch 2015

Nachdem uns die kanadischen Austauschpartner Ende Februar in München besucht hatten, war es am Donnerstag, den 9. April, endlich an der Zeit für uns, nach Montreal zu fliegen.

Den 8-Stunden-Flug über den Nordatlantik haben wir alle gut überstanden und waren sehr froh, endlich unsere kanadischen Freunde wiederzusehen. Leider hat das Wetter uns nicht ganz so nett empfangen wie unsere Gastfamilien, da wir am Freitag eine sehr verregnete Rallye durch den alten Teil der Stadt machten.

Jedoch hatten wir den ganzen Rest der Woche großes Glück mit dem Wetter. Am Samstag besuchten wir eine „Cabane à sucre“, eine Art „Ahornsirupfarm“. Wir hatten viel Spaß mit dem leckeren Bauernessen und dem vielen Ahornsirup.

 Nach dem Sonntag in den Gastfamilien besuchten wir die Hauptstadt Ottawa, wo wir ein Museum über die kanadische Geschichte besichtigten und die Möglichkeit hatten, bei 22 Grad und in T-Shirts die Alexandra Brücke zu überqueren. Die anschließende Führung durch das Parlament war sehr interessant.

Das McCord Museum in Montreal hat uns am Dienstag aufschlussreiche Informationen über die Entstehung und Entwicklung von Montreal vermittelt. Die Übungsstunde zum traditionellen Tanz am Nachmittag war sehr lustig. Schön war auch, dass wir anschließend das alljährliche Theaterstück, das die Schule einstudiert hatte, anschauen konnten.

   Der Mittwoch in Québec mit den Führungen durch beide Teile der Stadt und dem anschließenden Besuch eines Indianerreservats war nach Ottawa einer der schönsten Ausflüge unserer Reise.

Genauso wie die Besichtigung des Wildparks „Parc Omega“ am nächsten Tag, wo wir viel Spaß hatten, die Tiere zu füttern und hunderte von Fotos zu schießen. Ein besonderes Highlight des Austauschs war das Laser-Quest-Spielen am Abend, das die kanadischen Schüler selbst organisiert hatten und an dem fast alle teilnehmen durften.

 Am Freitag zeigte die Kunstlehrerin, Madame Proulx, eine Präsentation über die kanadische Künstlergruppe „Le groupe des sept“ und zog Vergleiche zum „Blauen Reiter“, den die Kanadierinnen ausführlich im Unterricht behandelt hatten.  Anschließend durften wir die Originale dieser Künstler im „Musée des Beaux Arts“ bewundern. Am Nachmittag konnten wir uns mit unseren Austauschpartnerinnen in der Schule selbst künstlerisch austoben.

 Das Wochenende verbrachten wir wieder in unseren Gastfamilien, wobei viele sich beim „Tam-Tam“ getroffen haben. Das ist ein Ereignis, das jeden Sonntag im Frühling und  Sommer stattfindet, bei dem sich alle möglichen Menschen treffen, zusammen trommeln und versuchen einen Beat zu schaffen.

Unseren letzten Tag verbrachten wir in der Schule, wo wir an einer Unterrichtsstunde teilnahmen und uns zu einer Feedback-Runde zusammensetzten.
Trotz vereinzelter Schwierigkeiten mit manchen Austauschpartnerinnen können wir im Großen und Ganzen sagen, dass es eine wunderschöne Reise war. Wir haben viele neue Erfahrungen sammeln können, neue Orte entdeckt und ganz viel Spaß gehabt.

Ein besonderer Dank geht an Frau Bunk und Herrn Seliger, die die ganzen 12 Tage so perfekt organisiert hatten, dass es eigentlich keine Komplikationen gab.
Abschließend möchte ich jeder Schülerin, die Französisch lernt, sehr empfehlen, an dem Austausch teilzunehmen. Es lohnt sich auf jeden Fall!

Antonia Engelhardt, Q11