DJSliderEucharistiefeier

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Eucharistiefeiern für die Klassengemeinschaften der fünften Jahrgangsstufen

Da gerade Schülerinnen der Anfangsklassen hinsichtlich des Ablaufs und der Bedeutung der einzelnen liturgischen Elemente einer Eucharistiefeier gewisse Unsicherheiten zeigen, begrüßten die Mitglieder der Fachschaft Katholische Religionslehre einen Vorschlag, den Herr Stadtpfarrer Augustinus Bauer von der Pfarrgemeinde Christkönig unterbreitete, sehr:

Trotz seiner umfangreichen terminlichen Verpflichtungen erklärte sich Herr Pfarrer Bauer, der meist als Zelebrant alle unsere katholischen Schulgottesdienste leitet, bereit, jeweils einen Gottesdienst mit einer fünften Klasse im Meditationsraum des Tagesheims zu feiern, wobei er jeweils am Tag davor den Schülerinnen in der zur Verfügung gestellten Religionsstunde eine Einführung in die Messfeier unter dem Thema „Wir feiern Schulgottesdienst – Gott ist in unserer Mitte“ gibt:

Als Vorbereitung auf den Weihnachtsgottesdienst finden diese Einführungsstunden und die sich am nächsten Tag anschließenden Messfeiern -  nach den einzelnen fünften Klassen gestaffelt -  im November statt.

Am Mittwoch, 12.11.2014, und am Donnerstag, 13.11.2014, stand diese Einführung für die katholischen Schülerinnen der Klasse G 5b an. Nach der Vorstellung seiner Person und der Präsentation von Kelch sowie Hostienschale erklärte Herr Pfarrer Bauer den Schülerinnen, dass man mit Hilfe von vier Fingern einer Hand die wichtigsten Elemente einer Messfeier darstellen könne:

 

Der erste Finger weist darauf, dass man sich als Gemeinschaft zur Messfeier trifft. Der zweite Finger verdeutlicht das Hören auf das Wort Gottes. Der dritte Finger steht für die Feier des Mahles selbst. Der vierte Finger deutet darauf hin, dass man sich den Segen Gottes erbittet. Eine Schülerin der Klasse G 5b meldete sich und wollte auch den Damen einbezogen wissen, der doch für die Gemeinschaft aller mit Gott stehe. So wurde in dieses Modell auch der Daumen aufgenommen.

 

Herr Pfarrer fragte anschließend die Schülerinnen nach den verschiedenen liturgischen Formeln, die als Antworten der Gläubigen im Gottesdienste eine zentrale Rolle spielen. Hier zeigten die meisten Schülerinnen eine gute Textsicherheit.

Am Tag darauf fand dann der Gottesdienst für die Klasse G 5b im Meditationsraum des Tagesheims statt. Auf Decken saßen wir im Kreis um den von Pfarrer Bauer mitgebrachten transportablen kleinen Altar herum und feierten in ruhiger und meditativer Atmosphäre unseren eigenen Gottesdienst, wobei sich aber die Schülerinnen nicht immer trauten, die entsprechenden liturgischen Formeln von sich aus zu sprechen.

 

Besonders beeindruckte alle, dass der Zelebrant eine große Hostie mitgebracht hatte, die entsprechend der Zahl der Schülerinnen und der zwei Erwachsenen gebrochen und nach der Wandlung verteilt wurde.

Es wäre schön, wenn ein solcher Gottesdienst im kleinen Kreis in jeder Klasse des Öfteren gefeiert werden könnte.

Dr. Jürgen Schmelter