Italienaustausch 2015, Besuch in Padua

Samstag, 07:00 : Wir, 16 verschlafene Schülerinnen, sowie Frau Belghanou und Frau Rendchen, standen am Münchner Hauptbahnhof und warteten auf unseren Zug nach Padua. Und nach 6 Stunden Zugfahrt war unser Ziel auch endlich erreicht.

In der italienischen Stadt wurden wir stürmisch von unseren Austauschpartnerinnen, die wir seit November nicht mehr gesehen hatten, in die Arme genommen. Auch von den Familien wurden wir herzlich in Empfang genommen. Den Rest des Tages verbrachten wir entweder in den Familien oder mit anderen Austauschpaaren in der Stadt.

Der darauffolgende freie Sonntag wurde mit den Austauschpartnern verbracht. An diesem Tag fuhr auch eine größere Gruppe an Deutschen und Italienern nach Verona, um dort das herrliche Wetter zu genießen und die Stadt zu entdecken.

Am Montag hatten wir unseren ersten anstrengenderen Tag. In der Früh fuhren wir mit den Austauschpartnern in die Schule, wo wir zuerst vom Direktor der Austauschschule herzlich willkommen geheißen wurden. Daraufhin wurden wir in kleineren Gruppen durch das Schulgebäude und die Außenanlage der Schule geführt. Im Anschluss daran zeigten uns unsere Austauschpartner eine kleine Präsentation mit Bildern ihres Münchenbesuchs. Während die italienischen Mädels danach in den Unterricht mussten, schauten wir Deutschen uns noch einen Film über die Geschichte Paduas an und im Anschluss darauf machten wir uns mit unseren Lehrerinnen und Frau Chiminelli, der italienischen Deutschlehrerin, auf den Weg ins Zentrum. Dort wurde uns die Cappella degli Scrovegnii, sowie das Rathaus, die Uni und einige Plätze der Stadt gezeigt. Nach dieser Stadtführung verbrachten wir den Rest des Nachmittags sowie den Abend mit unseren Austauschpartnerinnen.

Am nächsten Tag stand unser großer Ausflug nach Venedig ins Haus. Leider mussten die Italienerinnen in den Unterricht, sodass sie nicht mitkommen konnten, aber auch ohne sie hatten wir einen schönen Tag in der weltbekannten Stadt. In Venedig wurden wir von Frau Belghanou durch die teils sehr engen Straßen von der Seufzerbrücke, über den Markusplatz, durch den Markusdom und zur Rialtobrücke geführt. Nachdem wir die Stadtführung abgeschlossen hatten, hatten wir noch eine längere Freizeit und konnten in dieser Venedig in kleinen Gruppen noch einmal auf eigenen Füßen erkunden. Danach machten wir uns in der gesamten Gruppe vom Markusplatz aus wieder auf den Weg zurück zum Bahnhof um von dort aus wieder nach Padua zu fahren. Dort wurden wir von unseren Austauschpartnern schon erwartet und verbrachten den restlichen Tag mit diesen.

Mittwoch hieß es dann auch für uns ab in die Schule. Allerdings nur, um beim Unterricht der Italiener und Italienerinnen zuzuschauen. Dabei ist vielen aufgefallen, dass die Stunden etwas lockerer abliefen, als sie es in Deutschland tun. Nach diesen drei Stunden Unterricht, war es wieder Zeit, die Stadt Padua besser kennenzulernen. Diesmal begleitet von einer anderen Lehrerin, schauten wir uns die Kirche San Giustina an. Danach hatten wir den restlichen Nachmittag Zeit mit unseren Italienerinnen. Den Abend allerdings verbrachten wir wieder alle zusammen, um gemeinsam eine echte italienische Pizza zu essen.

Am Donnerstagmorgen erwartete uns hinter der Schule ein Reisebus, mit dem wir Deutschen, die Italienischen Austauschpartnerinnen, sowie ein paar weitere italienische Schülerinnen einen ganztägigen Ausflug machten. Auf diesem Ausflug fuhren wir zuerst zur Villa Pisani, danach zu einer Fischerstadt namens Chioggia, wo wir uns den dortigen Fischmarkt ansahen und auf eigenen Füßen die Stadt erkunden konnten. Danach fuhren wir ans Meer in Sottomarina, um dort die Mittagsstunden zu genießen. Nach dieser Ruhephase ging die Fahrt weiter nach Comacchio, ein bezauberndes Fischerdörfchen mit einer imposanten Brücke. Danach ging es noch zum Kloster in Pomposa und daraufhin wieder zurück zur Schule in Padua, wo die meisten sich nach diesem anstrengenden, aber schönen Tag, direkt auf den Heimweg machten.

Am darauffolgenden Tag hieß es wieder drei Stunden Unterricht für uns. Im Anschluss daran ging es wieder einmal ins Zentrum um uns den letzten kulturellen Punkt, die Basilika des heiligen Antonius anzuschauen. Danach saßen wir mit Frau Belghanou und Frau Rendchen noch in einem Café am Prato della Valle, einem großen Platz in Padua, um uns über unsere Erkenntnisse der vergangenen Woche mit den Lehrerinnen auszutauschen. Am frühen Nachmittag trafen wir dann wieder unsere Austauschpartnerinnen, um unseren letzten gemeinsamen Tag mit ihnen zu verbringen.

Das Gefühl des Abschieds hing am Samstag schon morgens in der Luft, obwohl wir noch einen halben Tag in der italienischen Stadt verbringen durften. Die Stunden bis zur Abreise verbrachten die Italienerinnen in der Schule, während wir Deutschen über den wöchentlichen Markt am Prato della Valle schlenderten und noch ein paar letzte Einkäufe erledigten, bis wir uns dann gemeinsam auf den Weg zum Bahnhof machten, wo unsere Austauschpartnerinnen und zum Teil auch deren Familien mit den Koffern auf uns warteten. Nach einem tränenreichen Abschied, saßen wir 16 Mädels im Zug zurück in die Heimat. Und obwohl der Abschied doch schwergefallen ist, waren wir auch froh, unsere Familien und Freunde wiederzusehen und allen von unserer erlebnisreichen Woche zu erzählen.

Wir danken Frau Belghanou für die gelungene Organisation des Austausches, sowie ihr und Frau Rendchen für die Beaufsichtigung eines vielleicht nicht immer leichten „Haufens“ von Teenagern.

Stephanie Biberger, G10a