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Besuch im Therapienetz Essstörung

Am Mittwoch, den 13. Mai 2015, besuchten wir, die Klasse 8B, das Therapienetz Essstörung in der Sonnenstraße 2. Dies  ist eine Einrichtung, die Menschen mit Essstörungen berät und unterstützt.

Als wir dort ankamen, wurden wir von der Pädagogin Ruth Einstein freundlich empfangen. Nachdem wir uns in einem kleinen Raum im Stuhlkreis versammelt hatten, begann sie uns von den drei häufigsten Arten einer Essstörung zu erzählen, Magersucht (Anorexie), Brechsucht ( Bulimie ) und Binge Eating  (Adipositas). Zudem klärte sie uns über die Gründe und Folgen dieser Erkrankungen auf.



Von Magersucht Betroffene reduzieren ihre Mahlzeiten zunehmend und/oder machen exzessiv Sport. Dadurch bekommt der Körper zu wenig Nährstoffe, was zu Mangelerscheinungen wie Müdigkeit, ständigem Kältegefühl und Ausbleiben der Menstruation führen kann. Eine Magersucht entstehe häufig aus dem Bedürfnis nach Kontrolle und Aufmerksamkeit.

Bei Brechsucht dagegen isst man übermäßig viel in sehr kurzer Zeit, was daraufhin jedoch wieder erbrochen wird. Es kommt zu Schädigungen des Rachens, der Zähne und des Kreislaufes. Außerdem kann der Körper keine Nährstoffe aus den gegessenen und wiedererbrochenen Lebensmitteln aufnehmen.

Die Binge Eating-Störung ist mit der Bulimie verwandt, da es bei beiden zu Essattacken kommt. Hier allerdings mit dem Unterschied, dass man bei Adipositas das Gegessene nicht erbricht, weshalb es zu einer erheblichen Gewichtszunahme und schließlich zu starkem Übergewicht kommt. Sowohl bei Adipositas als auch bei Bulimie sind die Essanfälle oft ein Ventil für Stress, Wut, Einsamkeit und Traurigkeit.

Psychische Probleme sind häufig entweder Gründe oder auch Folgen einer Essstörung. Die Grenzen zwischen normalem und ungesundem Essverhalten sind fließend, nur ein Psychologe kann solch einen Unterschied erkennen.

Um zu überprüfen, ob wir alles verstanden hatten, teilte Frau Einstein verschiedene Texte aus, die wir laut vorlesen mussten und dann entscheiden sollten, ob die im Text erwähnte Person ein normales Essverhalten hat. Falls nicht, mussten wir sie einer der Gruppen zu ordnen.

Es war ein sehr interessanter und erlebnisreicher Tag und wir danken Frau Müller und Frau Mayr für ihre Begleitung.

Carina Kraus und Sophie Speyer