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Maria-Ward-Gedenkwoche III - Bildung und Glaube

Papst Franziskus hat im Bildungsbereich ermutigende Akzente gesetzt. So forderte er in einer Ansprache am 7. Juni 2013 Schülerinnen und Schüler von Schulen, die von Jesuiten geleitet werden auf, die ignatianischen Ideale und Werte tatsächlich zu leben. Auch die Schülerinnen der Maria-Ward-Schulen dürfen sich von seinen Worten in besonderem Maße angesprochen fühlen:

„[…] Liebe Jugendliche, wenn ich euch jetzt fragen würde: »Warum geht ihr zur Schule?«, was würdet ihr mir antworten? Wahrscheinlich gäbe es viele Antworten, je nach dem Empfinden des Einzelnen. Aber ich glaube, man könnte alles zusammenfassen, indem man sagt, dass die Schule einer der Bildungsbereiche ist, in denen man wächst, um leben zu lernen, um erwachsene und reife Männer und Frauen zu werden, die in der Lage sind, ihren Weg zu gehen, den Weg des Lebens zu beschreiten. Wie hilft euch die Schule zu wachsen? Sie hilft euch nicht nur, eure Intelligenz zu entwickeln, sondern sie verhilft euch zu einer ganzheitlichen Ausbildung aller Komponenten eurer Persönlichkeit.
Der Lehre des hl. Ignatius zufolge besteht das wichtigste Element in der Schule darin zu lernen, großherzig zu sein. Die Großherzigkeit: die Tugend des Großen und des Kleinen (»Non coerceri maximo contineri minimo, divinum est«), die uns immer zum Horizont blicken lässt. Was bedeutet es, großherzig zu sein? Es bedeutet, ein großes Herz zu haben, Geistesgröße zu haben, es bedeutet, große Ideale zu haben, den Wunsch, große Dinge zu tun, um auf das zu antworten, worum Gott uns bittet, und gerade deshalb die täglichen Dinge gut zu machen, alles tägliche Tun, die Arbeiten, die Begegnungen mit den Menschen – die kleinen Dinge des Alltags mit einem großen Herzen zu tun, das für Gott und für die anderen offen ist. Daher ist es wichtig, die auf die Großherzigkeit ausgerichtete menschliche Formung zu pflegen. Die Schule erweitert nicht nur eure intellektuelle, sondern auch eure menschliche Dimension. Und ich glaube, dass insbesondere die Schulen der Jesuiten darauf achten, die menschlichen Tugenden zu entwickeln: Loyalität, Achtung, Treue, Einsatz. Ich möchte über zwei grundlegende Werte sprechen: Freiheit und Dienst. Vor allem: Seid freie Menschen! Was will ich damit sagen? Vielleicht meint man, dass Freiheit darin besteht, alles zu tun, was man will – oder sich in Grenzerfahrungen vorzuwagen, um den Rausch zu spüren und die Langeweile zu überwinden. Das ist keine Freiheit. Freiheit heißt, über das nachzudenken, was wir tun, beurteilen zu können, was gut ist und was schlecht ist, welche Verhaltensweisen zum Wachstum beitragen. Das heißt, immer das Gute zu wählen. Wir sind frei für das Gute. Und habt in diesen Dingen keine Angst, gegen den Strom zu schwimmen, auch wenn es nicht einfach ist! Frei sein, um immer das Gute zu wählen, ist anspruchsvoll, aber es macht euch zu Menschen, die Rückgrat haben, die dem Leben zu begegnen wissen, Menschen mit Mut und Geduld (»parresia« und »hypomoné«). […]“

Für die ganze Ansprache siehe:
ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS  AN DIE SCHÜLER DER VON JESUITEN GEFÜHRTEN SCHULEN IN ITALIEN UND ALBANIEN

Rita Elsner