Kanada 2014

Während ihres Aufenthaltes in München im Februar durften wir bereits mit unseren kanadischen Austauschschülerinnen spannende zehn Tage erleben.Während dieser Zeit fuhren wir alle für einen Tag zusammen nach Augsburg, nahmen in der Frauenkirche an einer Messe teil, die extra für diesen Austausch und die Beziehung zwischen Bayern und Québec gehalten wurde, besichtigten das bayerische Parlament und verabschiedeten uns am Ende mit einem bayerischen Abend, bei dem auch fast jede Kanadierin ein Dirndl trug. Wir haben uns alle sehr guten mit unseren Kanadierinnen verstanden, so dass wir es gar nicht erwarten konnten, unsere Austauschschülerinnen in Montréal wiederzusehen.

Als es dann einen Monat später so weit war, wurden wir am Flughafen in Kanada mit lautem Jubel und einem selbstgebastelten „Bienvenue“- Schild begrüßt und herzlich in den Gastfamilien aufgenommen.

Am nächsten Tag fuhren wir mit einem typischen, gelben „American School Bus“ zu einer Cabane à Sucre. Dort wurde uns gezeigt, wie Ahornsirup hergestellt wird. Bei einem gemeinsamen Essen fanden wir sehr überrascht heraus, womit man Ahornsirup alles so essen kann. Habt ihr schon mal Ahornsirup mit Würstchen probiert? :P

Der Montag führte uns nach Ottawa, Kanadas Hauptstadt, wo wir das kanadische Parlament besichtigten. Im Turm des Parlaments, dem Peace Tower, hatten wir eine wunderschöne Sicht über die Stadt und den zugefrorenen Ottawa-River. Anschließend besuchten wir ein Museum über die kanadische Geschichte. An diesem Tag durften wir auch zum ersten Mal die tollen Lunchpakete verkosten, die unsere Gasteltern jeden Tag liebevoll für uns zubereiteten. Jede von uns hatte immer eine riesige Tüte voller Essen dabei. :D
Am Dienstagmorgen brachen wir von unserem Treffpunkt zum McCord Museum auf, wo wir zwei interessante Ausstellungen besichtigten. Besonders die erste Ausstellung, in der es um die Kleidung der Ureinwohner Kanadas und die Bedeutung jedes Details ging, hat uns beeindruckt. Nachmittags bekamen wir eine Führung durch das alte Montreal. Unser Guide war sehr lustig, und brachte uns trotz des Regens oft zum Lachen.

Am nächsten Tag stand Québec, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, auf dem Plan, zu der wir mit einer Fähre übersetzten. Die Stadt, die von französischer und englischer Architektur geprägt ist, hat uns sehr gut gefallen. Außerdem gab es sehr gute Shopping-Möglichkeiten, wie zum Beispiel „Roots“, wo es nicht nur die tollsten Jogginghosen der Welt, sondern auch sehr coole Handyhüllen gibt ;). Dann waren wir noch in einem Reservat, in dem uns gezeigt wurde, wie die Ureinwohner früher gelebt haben.
Am Donnerstag besuchte die ganze deutsch-kanadische Gruppe gemeinsam das Musée des Beaux Arts. Zuvor hatte uns die kanadische Kunstlehrerin eine Gruppe von kanadischen Künstlern vorgestellt, deren Gemälde in diesem Museum hängen, und auf Parallelen zu den Künstlern des Blauen Reiters hingewiesen. Nachdem wir an die Schule zurückgekehrt waren, sollten wir zusammen mit unserer Austauschpartnerin zwei Bilder, ein kanadisches und ein deutsches, zu einem verbinden. Abschließend hatten wir eine lustige Tanzstunde, in der wir den für Québec traditionellen Volkstanz gelernt haben.

Am Freitag waren wir im  Parc Oméga, einem Wildpark, in dem wir aus dem Schulbus heraus die Tiere füttern konnten. Dort gab es beispielsweise Hirsche, Bisons, Schweine, Bären und Wölfe.

Das Wochenende, das unsere Austauschschülerinnen toll für uns geplant hatten, hat jede in ihrer Gastfamilie verbracht. Viele von uns waren auf dem Olympiaturm, im chinesischen Viertel, shoppen, andere haben das Eishockeyspiel angeschaut und beim Sieg der Canadiens de Montréal mitgefiebert.

Am letzten Tag machten wir noch einen Spaziergang auf den Mont Royal, wo wir unsere Erinnerungen in vielen Selfies und schönen Fotos festhielten. Zurück in der Schule mussten wir uns von unseren Austauschpartnerinnen verabschieden, dabei liefen auch einige Tränen … Aber wir haben uns alle ein Wiedersehen versprochen. Dann nahmen wir ein letztes Mal den „American School Bus“, bevor wir in unser Flugzeug nach München stiegen.

Der Kanadaaustausch war für uns alle eine aufregende und wunderschöne Erfahrung, die wir immer in Erinnerung behalten werden. Wir alle wissen, wie unglaublich „chanceuses“ (wie die Kanadier jetzt sagen würden) wir sind, dass wir an diesem Austausch teilnehmen durften.

Wir wollen uns auch bei unseren Lehrern Frau Bunk und Herrn Seliger bedanken, die den gesamten Austausch auf die Beine gestellt haben und mit denen wir in Kanada viel Spaß hatten.

Jacqueline Linné und Floriane Müller, G 10a