Italienaustausch 2014

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Italienaustausch 2014

Verschlafen standen wir am 6. April um sieben Uhr am Gleis und warteten auf den Zug, der uns nach Padua bringen würde. Obwohl wir müde waren, weil wir so früh aufstehen mussten, waren wir aufgeregt und glücklich, endlich unsere italienischen Freunde wiederzusehen.

Die Zugfahrt war lang, aber auch sehr lustig, weil wir bequeme 6er-Abteile hatten und somit die 6 Stunden schnell vorbeigingen.
Als wir dann endlich etwas erschöpft in Padua ankamen, war die Freude natürlich riesengroß. Alle fielen sich in die Arme und begrüßten sich herzlich. Auch die Eltern und Geschwister der Austauschpartner, die wir zuvor noch nie gesehen hatten, umarmten uns und hießen uns ganz herzlich willkommen. Natürlich verbrachten wir den Rest des Sonntags in den Familien, wobei viele sich noch auf ein Eis oder einen Kaffee in der Stadt trafen.

Auch am nächsten Morgen in der Schule wurden wir sehr herzlich aufgenommen. Die italienischen Deutschlehrerinnen und unsere Austauschpartner zeigten uns erst einmal eine Diashow mit ein paar Fotos von ihrem Besuch bei uns in München. Anschließend hielt der Direktor eine kleine Begrüßungsrede und am Ende wurde uns noch ein interessanter, kleiner Film über Padua gezeigt. Gegen elf Uhr fuhren wir Deutschen dann ins Zentrum von Padua, während unsere Austauschpartner uns erst nach weiteren zwei Stunden in der Schule folgten.

Im Zentrum besichtigten wir dann die Kirche der Heiligen Giustina und die Kirche des Heiligen Antonius ebenso wie den „Orto Botanico“, einen wunderschönen Garten, welchen wir aber leider nicht ganz sehen konnten, da uns dafür die Zeit fehlte. Denn wir trafen uns ja schon wieder mit den Italienern am „Prato della Valle“, einem sehr schönen, großen Platz mitten in der Stadt, wo man sich auf eine Wiese legen, ein Picknick machen und einfach entspannen konnte. Genau das taten wir dann auch, denn auch das Wetter spielte mit und es war  angenehm warm und sonnig. Den Nachmittag verbrachten wir in den Familien, und am Abend trafen sich fast alle in Abano, einem Kurort, um in einer der Thermen schwimmen zu gehen.

Am Dienstag fand der Ausflug nach Venedig statt. Wir fuhren mit dem Zug dorthin und besichtigten die Rialtobrücke, den Markusplatz und die „Basilica di San Marco“. Auch bekamen wir Freizeit um Venedig auf eigene Faust zu erkunden. Wir waren alle sehr begeistert von der Stadt und am Abend sehr erschöpft von dem erlebnisreichen Tag.

Am Mittwoch besuchten wir die Schule und es war sehr interessant die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der italienischen und deutschen Schulen zu sehen, zum Beispiel, dass im Fach Sport in Italien die Mädchen und Jungs nicht getrennt unterrichtet werden. Nach drei Schulstunden fuhren wir wieder ins Zentrum und besichtigten das „Museo degli Eremitani“ und die „Cappella degli Scrovegni“, mit den weltberühmten Fresken von Giotto. Anschließend trafen wir uns wieder mit unseren Austauschpartnern und hatten Zeit zum Shoppen. Am Abend aßen wir alle gemeinsam eine Pizza, was sehr lustig und vor allem lecker war.

Am Donnerstag fuhren wir zusammen mit einem Bus nach Ravenna und machten einen Zwischenstopp in Comacchio. Wir besichtigten einige Kirchen und Basiliken in Ravenna und bekamen auch hier wieder freie Zeit, um uns selber etwas umzuschauen und die schöne Stadt zu erkunden.

Den Vormittag des Freitags verbrachten wir wieder in der Schule, wo wir nicht nur bei unseren Austauschpartnern waren, sondern auch Zeit hatten, andere Schüler kennenzulernen. Anschließend fuhren wir wieder ins Zentrum um uns ein Baptisterium, den Dom und das Viertel der Juden, auch Ghetto genannt, anzuschauen. Am Abend hatten unsere Austauschpartner eine kleine Abschiedsfeier organisiert, damit wir noch den letzten Abend alle gemeinsam verbringen konnten.

Das Schöne an diesem Austausch war, dass sich jeder mit seinem/-r Austauschpartner/-in gut verstand, und dass wir uns auch mit den Austauschpartnern von anderen anfreundeten. Jeder mochte jeden, alle sind gut klar gekommen und es gab fast keine Probleme.
Am Samstag verbrachten wir den Vormittag noch einmal im Zentrum, wo wir Zeit hatten, auf verschiedenen Märkten Souvenirs und andere Dinge zu kaufen. Die Familien kamen dann zum Bahnhof, um uns zu verabschieden. Es flossen einige Tränen, denn alle waren sehr traurig, dass diese wunderschöne Zeit jetzt vorbei war und wir versprachen uns gegenseitig, dass wir uns auf alle Fälle noch einmal besuchen kommen würden.

Der Austausch hat sich sehr gelohnt, da wir sowohl die Sprache als auch die Kultur Italiens besser kennenlernen konnten. Von den Lehrern wurde ein gutes Mittelmaß zwischen Kultur und Freizeit gefunden. Doch das Beste war, dass wir neue Freundschaften schließen konnten, die uns hoffentlich lange erhalten bleiben.

von Antonia Engelhardt und Anna Wildenauer, G10a