„Unser Garten soll erblühen!“

Unter diesem Motto stand der Anfangsgottesdienst für die neuen Schülerinnen der fünften Jahrgangsstufe, der am ersten Schultag
am späten Vormittag in der Institutskirche stattfand und von den katholischen Schülerinnen der Klasse G 6d gestaltet wurde.


Im Rahmen der Begrüßung gingen die Schülerinnen darauf ein, wie sie auf die Idee für diesen Gottesdienst gekommen waren: Während eines Spaziergangs über das Schulgelände hatten sie auf der einen Seite des Schulgeländes den schönen Garten mit blühenden Rosen gesehen, auf der anderen Seite aber noch unbebaute Flächen, auf denen vorübergehend Baumaschinen für die abzuschließenden Sanierungsarbeiten parkten. So ergab sich fast von selbst das Motto: „Unser Garten soll erblühen“.

Nach der liturgischen Eröffnung des Gottesdienstes wurde im Tagesgebet Gott angerufen und darum gebetet, dass Gott seinen Geist in diesem neuen Schuljahr, das wie ein unbebautes Stück Land vor allen Schülerinnen und Lehrkräften liege, wirken lassen möge. Eine Lesung aus dem Buch Genesis über den Garten Eden schloss sich an.

In einem Anspiel, das die Schülerinnen mit Hilfe von Utensilien, die im Garten von Nutzen sind, gestaltet wurde, zeigten sie auf, was alles benötigt wird, damit alle in diesem neuen Schuljahr einen Lebensraum vorfinden, in dem man sich wohlfühlen und die eigenen Fähigkeiten entfalten kann: So wurde beispielsweise ein Schubkarren mit Erde nach vorne gefahren; Samenkörner und Blumen, Dünger und Gartengeräte wie Rechen, Spaten, Schaufel sowie eine Gießkanne kamen zum Einsatz.

Blumen und Früchte wurden mit den folgenden Worten vorgestellt:
„Für unsere Anstrengungen im Garten werden wir mit Blumen und Früchten belohnt. Früchte, die wir in der Schule ernten können, sind gute Leistungen, Freundschaften, eine angenehme Klassengemeinschaft und Spaß mit den anderen“.

Als Evangeliumstext wurde „das Gleichnis vom Senfkorn“ (Evangelium nach Matthäus, 13, 31ff.) vorgetragen. Die Predigtgedanken stellten Verbindungslinien zwischen dem Einbringen des Senfkorns und der Gestaltung der Schule als Lebens- und Lernraum heraus, wobei es nicht genügt, nur auf sich selbst und seine Fähigkeiten zu vertrauen. Das Gleichnis stellt gerade das Entscheidende heraus, nämlich die Kraft und die Hoffnung, also das, was im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Glauben „er-wächst“.

Genau diesen Zusammenhang stellten auch die sechs Fürbitten heraus, die anschließend von den Schülerinnen vorgetragen wurden.

Zum Abschluss des Gottesdienstes erhielten die neuen Schülerinnen vor der Kirche eine Karte überreicht, auf der ein blühender Garten und ein Segensspruch abgebildet waren, der die  Schülerinnen der fünften Klassen auf ihrem neuen Schulweg begleiten sollen.

Dr. Jürgen Schmelter