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Besinnungstage in Taizé im Februar 2014

Am Sonntagmorgen, den 16. Februar 2014, machten wir, 22 Mädchen und zwei junge Lehrerinnen, uns auf den langen Weg nach Taizé in Burgund und erreichten nach neun Stunden angenehmer Fahrt endlich unser Ziel.

Kaum im „Weltdorf für innere Abenteuer“, wie Taizé auch genannt wird, angekommen, bekamen wir eine kleine Einführung über die Zielsetzung, die Anlage und den Tagesablauf in der communauté, um kurz darauf unsere Zimmer zu beziehen, die trotz anderslautender Erzählungen zwar einfach, aber sauber und gepflegt waren.

Hungrig machten wir uns anschließend auf den Weg in den Gemeinschaftsraum zum Essen, wo wir dann die anderen Gäste aus aller Welt kennenlernen konnten. Besonders beeindruckte uns der erste Abendgottesdienst, bei dem wir, am Boden sitzend, die wunderschönen meditativen Taizé-Lieder singen durften. Wir fühlten uns sofort bei den Brüdern und in ihrer Gemeinschaft gut aufgenommen und genossen die einzigartige Atmosphäre, in der sich auch die zehn Minuten meditativer Stille nach der Lesung des Evangeliums viel kürzer anfühlten. Der Abend klang unter dem Motto „in aeternum cantabo“ aus, wobei jede Schülerin für sich selbst entscheiden konnte, wie lange sie in der Kirche bleiben wollte. Auch die anderen Gottesdienste, die wir dreimal am Tag besuchten, stellten jeweils einen spirituellen Höhepunkt unseres Aufenthalts in Taizé dar und unterschieden sich stark von den Gottesdiensten, die wir von zu Hause gewöhnt sind.

Nach der Morgenandacht und dem Frühstück trafen wir uns täglich von 10:00 bis 12:00 Uhr in Kleingruppen, um einige Perikopen aus der Bibel zu besprechen und zu diskutieren. Diese Gespräche verliefen sehr interessant, da man sich mit jungen Menschen aus verschiedensten Ländern austauschen und unterschiedliche Sichtweisen kennenlernen konnte. Thematisiert wurden unter anderem Freundschaft, Toleranz, Integration, Solidarität, das Vaterunser und überhaupt das gemeinsame Beten.

Außerdem war unser Tagesablauf von kleineren Gemeinschaftsdiensten wie zum Beispiel Geschirrabspülen, Putzarbeiten wie zum Beispiel der Reinigung des Bades bestimmt. Abwechslung bot der Besuch der beiden nahegelegenen Städte Cluny und Beaune, die mit ihren schönen alten Häusern und Kirchen sowie den zahlreichen kleinen Cafés und „Boulangeries“ dazu einluden, das französische flair außerhalb Taizés zu genießen.

Wir verbrachten fünf unvergessliche Tage in Frankreich und sind uns sicher: Taizé, wir kommen wieder und nehmen schon jetzt ein Stücken der friedlichen sowie meditativen Ruhe mit uns nach Hause.

Zum Abschluss dürfen wir uns bei Frau Berreiter und Frau Guttenberger für ihre angenehme und freundliche Begleitung sowie bei der Schulleitung für die Übernahme der Buskosten und den zusätzlichen freien Schultag für die Rückreise bedanken.

Sarah Temple, Johanna Bratu, Manuela Kiehl (Q 11) und Dr. Jürgen Schmelter