DJSliderAlpenglühen und Dattelpalmen

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„Alpenglühen und Dattelpalmen“

Am Montag, den 09. Dezember 2013, besuchte die Klasse G 6 d zusammen mit ihrer Klassenleiterin, Frau Rustler, und dem Religionslehrer der katholischen Schülerinnen, Herrn Dr. Schmelter, die oben genannte Ausstellung des Diözesanmuseums Freising, die allerdings wegen der Renovierung des Museums in der Residenz München, im Einsäulensaal, stattfand.

In diesem Saal waren die über 300 handbemalten Figuren der Hallerschen Papierkrippe, die das Diözesanmuseum Freising im Jahre 2012 erwerben konnte, im Rahmen einer Sonderausstellung zu bewundern. In spätbarocker Farbenpracht stellen sie die gesamte Weihnachtsgeschichte, ausgehend von der Herbergssuche über die Geburt Jesu bis hin zum Auftreten des zwölfjährigen Jesus im Tempel, dar. Die bei Innsbruck ansässige Bauernfamilie Haller schuf im 19. Jahrhundert diese farbenfrohen Figuren in den Wintermonaten und verkaufte sie dann später das Jahr über.

Als Vorbilder dienten diverse Bilder, beispielsweise aus der „Bibel in Bildern“, herausgegeben von Julius Schnorr von Carolsfeld in Leipzig 1860, oder das Gemälde „Christi Geburt“, geschaffen von Joseph Heinz im 17. Jahrhundert. Auch an schon existierenden Holz- und Tonfiguren orientierte man sich. Die Familie malte dann diese Bilder ab, übertrug sie auf festeres Papier, meist Reste aus Rechnungs- und Amtsbüchern, das dann ausgeschnitten wurde, wobei es auch schon einmal passieren konnte, dass Nasen, Arme oder Finger abgeschnitten wurden, wohl von den kleineren Kindern, die an der Produktion beteiligt waren.

Der Titel der Ausstellung „Alpenglühen und Dattelpalmen“ bezieht sich offensichtlich auf das erstaunliche Nebeneinander von überirdisch schönen Engeln, exotischen Kamelreitern und beispielsweise orientalischen Dienern des Dreikönigsgefolges, die wie selbstverständlich von Angehörigen des Tiroler Landvolkes eskortiert werden. So laufen riesige Elefanten und Tiroler Ochsen friedlich nebeneinander her.

Der mit der Ausstellung gebuchte Workshop bot unseren Schülerinnen weitere Highlights: So konnten in einem Nebenraum selbst Krippen hergestellt werden, die man dann sogar mit nach Hause nehmen durfte:
Kleinere Kartons wurden mit einer intensiven blauen Farbe ausgemalt, auf den Boden kam eine kleine Matte aus Moos. Dann schnitten die Schülerinnen diverse Figuren aus Papier aus, befestigen Zahnstocher mit Kleber daran, um dann diese Figuren auf das Moos zu stecken. Natürlich durften auch Sterne, verschiedenenfarbiges Bastelmoos und weitere Glitzersterne und entsprechender Sand nicht fehlen. Allen Schülerinnen bereitete diese kreative Arbeit sehr viel Spaß, auch wenn dabei so mancher Pullover unfreiwillig etwas Farbe abbekommen hat. Schließlich konnte man die Krippe mit dem Deckel gut abschließen und sicher nach Hause transportieren.

Dr. Jürgen Schmelter