DJSlider 1. Frühschicht im Advent 2013

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Frühschichten im Advent

Unter dem Motto „Sternstunden“ finden im Gymnasium drei Frühschichten im Advent statt. Die Schülerinnen der Klasse 6d und Herr Dr. Schmelter gestalteten am Donnerstag, den 28. November 2013, die erste Meditation, die das Thema „Sternstunden“ aufgriff.

 
Nach der Begrüßung der zahlreich erschienenen Schülerinnen und deren Lehrkräfte sowie der liturgischen Eröffnung der Meditation wurde darauf hingewiesen, dass jetzt zu Beginn der Adventszeit überall Sterne zu finden sind und dass oftmals geradezu ein Wettbewerb stattzufinden scheint, in dem es darum geht, wer die meisten Sterne an allen möglichen bzw. unpassenden Orten anbringt. Dabei wissen wir oft gar nicht mehr, dass Sterne schon immer eine wichtige Rolle gespielt haben, wenn Menschen über ihr Leben, ihre Zukunft und ihre Hoffnungen nachgedacht haben.

Anhand verschiedener Wortzusammensetzungen und Redensarten wurde dieses unter Beweis gestellt, vgl. z. B.: „Morgenhimmel“, „Sternsinger“, „Sternwarte“, „ein neuer Stern ist aufgegangen“ oder „ein guter Stern hat mich bewahrt“.

Nachdem das Lied „Kleines Senfkorn Hoffnung“ von allen gesungen wurde, wies die Schülerinnengruppe darauf hin, dass Sterne sowohl im Märchen als auch in biblischen Texten ein zentrale Rolle spielen.

Dieses wurde am Beispiel des Textes „Ein Traummärchen“ entfaltet: Hier geht es um einen Hirten, der nicht mehr an die Ankunft des Messias glaubt, weil er nur noch das Böse in der Welt erkennen kann:

„Die Welt ist schlecht und wird von Tag zu Tag schlechter! … Man hört nur noch von Krieg, Hungersnöten, Betrug, Mord und Totschlag. … Ich glaube nicht mehr daran, dass der Messias kommt und uns erlöst!“

Eines Nachts sah sich der Hirte von vier verschiedenen Sternen umgeben, und zwar vom Stern der Hoffnung und des Glaubens, vom Stern des Vertrauens, vom Stern der Geduld und der Freude sowie vom Stern des Teilens und der Liebe. Der Hirte sowie alle Menschen, die diese Sterne als Zeichen für Weihnachten erkannt haben, sind aufgefordert, diese Sterne in die Welt als Zeichen für Weihnachten zu bringen.

Während meditative Orgelmusik zu hören war, konnten wir alle über diese Aussage nachdenken und sie in uns aufnehmen:

„Wir als kleinere und größere Sterne, die  hier in der Kirche versammelt sind, brauchen Kraft und Mut, um diese Botschaft Jesu weiterzugeben, damit ein Licht in der Dunkelheit der Welt aufgeht und es Weihnachten werden kann“.

Mit dem Lied „Komm, Herr, und segne uns“ wurde zum Abschluss um den Segen Gottes gebetet und der Segen gesprochen:

„Gott stärke deinen Rücken, damit du aufrecht gehen kannst.

Gott stärke deinen Rücken, damit kein Wind dich umwerfen kann.

Gott stärke deinen Rücken, damit du Lasten tragen kannst, ohne daran zu zerbrechen.

Gott stärke deinen Rücken, damit du dich zu den Sternen strecken kannst.

So sei gesegnet im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“

Dr. Jürgen Schmelter