Maria Wards Überzeugungen: leuchtende Sterne am europäischen Bildungs"himmel"

„Und es erschien ein großes Zeichen am Himmel: Eine Frau, mit der Sonne bekleidet, [...] und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen.“ Offenbarung des Johannes 12,1

Dieses Zitat gibt treffend die Situation Maria Wards wieder. Unsere Schulgründerin, Maria Ward, richtete ihr Leben schon ab frühester Kindheit auf Gott aus. Als Verfechterin der christlichen Werte wie Seelsorge, Hoffnung, Nächstenliebe aber auch der Würde und Gleichberechtigung der Menschen setzte sie sich für die Mädchenbildung ein. 

Die im 17. Jahrhundert übliche Meinung, Mädchen müssten nur lernen, einen Haushalt zu führen, lehnte sie vehement ab. Maria Ward erkannte, dass man auch Mädchen eine höhere Bildung zukommen lassen muss, um diesen ein gleichwertiges und selbstbestimmtes sowie erfülltes Leben zu eröffnen. Für eine funktionierende Gesellschaft müssen sich schließlich alle einbringen – nicht nur Jungen und Männer.

Sehr revolutionäre Werte zur damaligen Zeit, die gerade in das Menschenbild der Mächtigen nicht passte. Daher ließ Papst Urban VIII. Maria Ward einsperren unter dem Vorwand, ungehorsam gegen die Kirche gewesen zu sein. Dies konnte sie allerdings nicht daran hindern, etliche Schulen zu gründen, sodass ihre Werte und Intentionen bis in unsere heutige Zeit hinein wie Sterne strahlen. Durch ihr entschlossenes Handeln zeigt sie uns, was gelebter Glaube wirklich bedeutet. Sie war eine Vorreiterin der Emanzipation und dem Selbstbewusstsein der Frauen. Gleich einer Sonne sendet Maria Ward immer noch ihr Licht zu uns, um uns in unserem Glauben und Handeln zu stärken.

 

Gelebter Glaube und das Umsetzen der Werte Maria Wards, das bedeutet für uns: Ein aktives soziales Leben miteinander in einer starken Schulgemeinschaft. Dazu wird kostenlose Nachhilfe für finanziell benachteiligte Kinder angeboten. Kinder mit Migrationshintergrund erhalten ehrenamtlich durch ältere Schülerinnen im Guldeinprojekt Unterstützung. Ein soziales Praktikum sowie etliche Projekttage lassen Nächstenliebe und Zusammenhalt spürbar werden.

Gelebter Glaube und das Umsetzen der Werte Maria Wards, das bedeutet für uns: In der Nachfolge Maria Wards ihre Botschaft in die Welt hinaustragen. Durch regelmäßige Spendenprojekte unterstützt unsere Schule die Kinderhilfe Afghanistan sowie ein Kinderheim der Maria Ward Schwestern in Simbabwe mit integrierter Schule und Ausbildungsstätte. Die Werte Maria Wards wie Bildung für alle und Chancengleichheit werden so direkt umgesetzt und geben diesen Kindern Hoffnung auf eine bessere Welt in Frieden und Einheit.

Gelebter Glaube und das Umsetzen der Werte Maria Wards, das bedeutet für uns: Den europäischen Bildungshimmel zum Strahlen zu bringen. Bildung und Glaube sind entscheidende Säulen, die die europäische Bevölkerung zusammenschweißen. Bildung und Wissen legen das nötige Fundament, um Vorurteile aus der Welt zu schaffen. Aber erst der christliche Glaube und die damit verbundenen Werte der    Einheit und des Friedens, der Würde des Menschen, der Gleichberechtigung, Nächstenliebe, Seelsorge, Hoffnung, Emanzipation, Bildung für Frauen, Selbstbewusstsein, Toleranz und Solidarität ermöglichen es, aus Feinden Freunde zu machen und einen unvergleichlichen Zusammenhalt zu schaffen, der alte Erbfeindschaften zu Nichte macht sowie religiöse Grenzen und auch Landesgrenzen überwindet.

In diesem Sinne möchten wir schließen mit einem Zitat Maria Wards: „Tue Gutes und tue es gut!“

Daniela Czuck, Verena Dudek, Q 12