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Maria-Ward-Woche 2013 (23. bis 30. Januar)

„Maria Wards Option für die Kinder Gottes!“

Die Maria-Ward-Woche 2013, die sich als Impulsgeber für weitere über das ganze Schuljahr geplante Veranstaltungen versteht, thematisiert im Jahre 2013 die Option der Schulgründerin für Kinder und Jugendliche.

Maria Wards revolutionäre Ordens- und Schulkonzeption orientiert sich ausdrücklich an der biblischen Weisung: „Lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes“ (Mk 10,14).

Diesem Anspruch wird ihre Erziehungskonzeption in zweifacher Weise gerecht: Auf der einen Seite geht es Maria Ward darum, dass die ihr anvertrauten Schülerinnen eine angemessene Ausbildung erhalten. Auf der Grundlage der damaligen Zeit- und Lebensverhältnisse versucht sie in revolutionärer Weise, ihren Schülerinnen eine fundierte Ausbildung zukommen zu lassen, die sie befähigt, ihr Leben selbständig und selbstverantwortlich in der Gesellschaft des 17. Jahrhunderts zu führen.

Darüber hinaus zielt sie aber vor allem an, den ihr anvertrauten Kindern und Jugendlichen eine ganzheitliche Bildung zu vermitteln, der es gerade darum geht, den in ihre Obhut übergebenen Menschen die Erfahrung zukommen zu lassen, von Gott geschaffen und gerufen zu sein, um im Vertrauen auf Gott an seinem Schöpfungsplan mitzuwirken. Im Zentrum stehen die Würde der Person und die ihr zukommende Möglichkeit, sich individuell sowie umfassend zu entfalten und in ihre Lebensverantwortung hineinzuwachsen.
Letztendlich strebt Maria Ward vorrangig an, für die ihr anvertrauten Kinder und Jugendliche „Menschwerdungsprozesse“ anzustoßen, die das für die Schulgründerin größte aller Ziele in den Blick nehmen, nämlich ihre Schützlinge den Weg zu Gott und damit zu sich selbst finden zu lassen.

Aus der tiefen Erfahrung Maria Wards und ihrer Nachfolgerinnen, dass sich Gott aller Menschen in gleicher Weise annimmt und dass das Beten und Leben der Schwestern „mit der Welt und den Menschen zu verbinden ist“, resultiert auch die Option der Schwestern der Congregatio Jesu gerade für die benachteiligten Kinder und Jugendliche, die sie stärken und denen sie Hoffnung geben wollen. So heißt es in den Ordensdekreten der Nachfolgerinnen Maria Wards: „Diese Option umfasst gerade Kinder und Jugendliche, weil sie an vielen Orten die Ärmsten sind, die am meisten Ausgebeuteten, materiell und in ihrer emotionalen Entwicklung benachteiligt. … Dies nötigt uns, in authentischer Weise mit ihnen ‚Leben zu teilen’, so dass wir, wenn wir mit den Armen leben, ihr Anwalt für Veränderung sein können, indem wir ungerechte soziale Strukturen aufdecken. … Im Geiste Mary Wards sollten wir – aus einer tiefen Erfahrung mit dem ‚armen Jesus’ – mehr prophetischen Geist entwickeln. ‚Glaube, der Gerechtigkeit schafft’, muss seine spezielle Ausprägung im jeweiligen kulturellen Kontext finden.“

Die Maria-Ward-Woche 2013 steht auch in direkter Verbindung zu der von H. Kardinal Marx in unserer Schule im Dezember 2012 gehaltenen Katechese zum ersten Satz des Apostolischen Glaubensbekenntnisses (Credo): „Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde“, der herausstellt, was Menschen als „Kinder Gottes“ zusammenführt. Auch die Frühschichten im Advent 2012 unter dem Motto „ … uns ist ein Kind geboren“ führten bereits zur Thematik der Maria-Ward-Woche 2013 hin.

Als Gymnasium und Realschule, das sich dem Erbe Maria Wards verpflichtet fühlt, thematisieren wir im Rahmen verschiedener Praxis- und Unterrichtsprojekte, die alle im Zusammenhang mit der Maria-Ward-Woche 2013 stehen und über das gesamte Schuljahr verteilt angeboten werden, das Thema: „Option für die Kinder Gottes“.

Bereits fest eingeplant ist für Freitag, den 25.01.2013, ein Projekttag unter dem Motto „Alle Kinder dieser Welt“. Hier finden sich verschiedene Projekte für unsere Schülerinnen des Gymnasiums und der Realschule, die es ihnen ermöglichen werden, sich der oben genannten Thematik zu nähern und dabei sich und die anderen besser kennenzulernen. Eine kurze Meditation wird diesen Tag abschließen.

Sicherlich wird auch ein Angebot durch die Schwestern der Congregatio Jesu die Maria-Ward-Woche 2013 bereichern.

Bereits wieder fest eingeplant sind für unsere Schülerinnen der fünften und sechsten Klassen eine Basisinformation über Maria Ward und ihr Anliegen sowie der Besuch von Schwestern der Congregatio Jesu vor Ort.

Der Abschluss-Gottesdienst für das Gymnasium, der am Montag, den 22. Juli 2013, wieder für die gesamte Schulfamilie in St. Michael stattfindet, wird die Thematik der Maria-Ward-Woche 2013 noch einmal abschließend aufgreifen.

Dr. Jürgen Schmelter



Die Collage nimmt ein Bild aus dem „Gemalten Leben Maria Wards“ auf, das sie als kleines Mädchen zeigt, das ihr erstes Wort spricht, nämlich „Jesus“.