Jubiläumsfeier anlässlich des 50. Jahrestages des Élysée-Vertrages

Vor 50 Jahren, am 22. Januar 1963, unterzeichneten Staatspräsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer in Paris den Élysée-Vertrag – ein denkwürdiger Augenblick, der den weiteren Verlauf der europäischen Geschichte entscheidend geprägt hat.

Anlässlich des Jubiläums dieses geschichtshistorisch bedeutsamen Ereignisses hat Herbert Jank, der vom Katholischen Schulwerk in Bayern für die Beziehungen mit Frankreich beauftragt ist,  am 21. und 22. Januar eine  große Feier unter dem Titel „Unseren Glauben leben – Europa bewegen / Vivre notre Foi – faire bouger l’Europe“  in der Aula unserer Maria-Ward Schule organisiert. Zu dieser Veranstaltung hatte er über 150 Schülerinnen und Schüler aus katholischen Schulen in Bayern und Frankreich eingeladen.

Schon Wochen zuvor begann der Französisch-Kurs der Q12, sich auf dieses Ereignis vorzubereiten. So überlegten wir uns Fragen, die wir an unsere französischen Gäste stellen wollten und drehten einen Videoclip, der den Lebensweg Maria Wards sowie die Geschichte unserer Schule präsentiert.

 

 

Zentrales Anliegen der sehr abwechslungsreich gestalteten Veranstaltung war das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch zwischen den deutschen und französischen SchülerInnen. So wurde in Kleingruppen über Themen, die katholische SchülerInnen aus Frankreich wie Deutschland betreffen, diskutiert. Zentrale Aspekte bildeten dabei die Fragen: -  Wie kann man Französisch/Deutsch als Fremdsprache interessanter gestalten, sodass sich  wieder mehr SchülerInnen dafür entscheiden, die Sprache ihres Nachbarlandes zu lernen? -  Ist eine reine Mädchenschule im heutigen Europa noch zeitgemäß? - Wie kann der Austausch zwischen deutschen und französischen Jugendlichen noch ausgebaut werden? - Wie können wir die Schöpfung Gottes, unsere Umwelt, gemeinsam schützen? Für uns Deutsche waren dabei die Argumente unserer französischen Nachbarn sehr interessant, da sie teilweise aus einem ganz anderen Blickwinkel kamen. Die Gruppengespräche gipfelten schließlich in einer Podiumsdiskussion mit Prälat Dr. Lorenz Wolf, dem Leiter des katholischen Büros in Bayern, Patrick Wolff, dem Präsidenten der französischen Diözesandirektorenvereinigung und Diözesandirektor im Elsass und Dr. Lukas Schreiber, Referent für den Bereich Glaube und Bildung der Deutschen Bischofskonferenz. Bei kulinarischen Spezialitäten wurde in ungezwungener Atmosphäre der grenzüberschreitende Gedankenaustausch vertieft. Der deutsch-französische Komiker Etienne Gillig beleuchtete auf humoristische Weise kulturelle Unterschiede der beiden Länder. Ein Höhepunkt der Veranstaltung bildete für uns Jugendliche sicherlich die Party am Abend mit einer Live-Band.  Ein feierlicher Gottesdienst im Dom zu Unserer Lieben Frau mit Monsignore Domkapitular Wolfgang Huber, Domkapitular François Geissler vom Erzbistum Straßburg, Prälat Domkapitular Erich Pfanzelt und Pfarrer Marc Grosstefan von der Französischen Mission München rundete das Programm schließlich ab. Zusammenfassend hoffen wir, dass es auch weiterhin Veranstaltungen dieser Art geben wird, damit die Bande zwischen Deutschland und Frankreich noch enger geknüpft werden.

Daniela Czuck, Q12