China – Eine völlig andere Welt
18. – 30. Oktober 2012

Nach einem langen und anstrengenden Flug mit Zwischenstopp in Abu Dhabi kamen wir völlig übermüdet in China an. Unseren Aufenthalt in Wuxi bestimmte ein abwechslungsreicher Tagesablauf. Zwar nahmen wir am regulären Unterricht teil, doch zudem gab es extra für uns vorbereitete Stunden wie Tai Chi, Kalligrafie und Tanz. An das Mittagessen in der Schulmensa musste man sich erst einmal gewöhnen, was auch für die Toiletten ohne Türen galt!

Mit ca. sechs Millionen Einwohnern ist Wuxi für chinesische Verhältnisse eine Kleinstadt. Es befinden sich einige interessante Sehenswürdigkeiten in und um Wuxi. Das Highlight der ersten Woche war der 88 Meter hohe Linshan Buddha, den wir gemeinsam mit unseren Austauschpartnerinnen besichtigten.

Wir alle fühlten uns bei unseren Gastfamilien sehr gut aufgehoben und wir wurden mit Geschenken überhäuft. Die Gastmütter servierten uns viele traditionelle Gerichte der Region; manchmal schmeckten diese zwar ungewöhnlich, aber im Großen und Ganzen wurde uns im Vorhinein vor dem chinesischen Essen mehr Angst gemacht als nötig. Im Umgang mit Stäbchen wurden wir im Laufe der Zeit immer geschickter und es hat uns richtig Spaß gemacht!

Nach einem tränenreichen Abschied von unseren Gastschwestern ging es mit dem Bus weiter zu unserer nächsten Station: Shanghai! Noch am gleichen Nachmittag spazierten wir an der Uferpromenade mit Blick auf die beeindruckende Skyline entlang. Den krönenden Tagesabschluss bildete die tolle Sicht auf die bunt beleuchtete Stadt durch den Glasboden des Oriental Pearl Towers, des 468 Meter hohen Fernsehturms.

Ein interessantes Erlebnis war auch der Besuch der Seidenfabrik, wo wir den Gewinn der Seide aus den Kokons der Seidenspinnerraupen erklärt bekommen haben. Genaueres über die Kultur und die Geschichte Chinas erfuhren wir im Shanghai Museum. Besonders bewegt hat uns eine Zeremonie der Mönche des Jadebuddha-Tempels, die wir zufällig miterleben durften. Im Zentrum von Shanghai fanden wir ein Stückchen alte chinesische Architektur mit vielen Dumpling-Restaurants, Teehäusern und Läden: das Viertel um den Chenghuang-Tempel, wo der Stadtgott Shanghais verehrt wird. Hier hatten wir genügend Zeit, Souvenirs zu kaufen. Das Handeln um den Preis ist in China selbstverständlich, obgleich wir es oft nervenaufreibend empfanden und es uns viel Geduld abverlangte.

Nach drei Tagen in Shanghai sind wir mit dem Hochgeschwindigkeitszug nach Peking gefahren, wo eine sehr nette Touristenführerin auf uns wartete. Nach einem schnellen Mittagessen besichtigten wir den Tian’anmen-Platz und die Verbotene Stadt. Am nächsten Tag machten wir uns schon früh auf den Weg zur chinesischen Mauer, deren Aufstieg wir mit Bravour bewältigten. Sehr gut gefallen hat uns der Sommerpalast, in dem die Kaiser der alten Zeit während der Sommermonate residierten.

Fazit: Wir hatten zwei wunderschöne und ereignisreiche Wochen mit viel Sonnenschein, nicht wirklich guter Luft und in gewisser Weise eintönigem Essen, denn Reis können wir wohl für längere Zeit nicht mehr sehen ;-)


Kristina Berner, Viktoria Zander, Sophia Müller, Lisa Siegemund, Verena Grund & Alissa Münch