Skilager der 7. Klassen in Altenmarkt


Nach ausführlichem Planen seit Beginn des Schuljahres, Diskussionen in fast jeder Klassenleiterstunde und  in den Pausen sowie ständig  wechselnden Ideen zur Zimmeraufteilung stand endlich alles fest. Die erwartungsvolle Spannung wuchs, die Vorfreude erreichte ihren Gipfel. 

Montag:
Am Montag, den 6. 2. 2012, war es endlich soweit: Das ersehnte Skilager stand vor der Tür. Jeder kannte den Vortrag und die Fotos von Frau Backhaus, aber wie es dort wirklich sein würde, wusste keiner von uns.
Noch in der Dunkelheit um 7 Uhr morgens und in sibirischer Kälte trafen sich die Schülerinnen aller 7. Klassen und die zur Begleitung bestimmten Lehrer des Maria-Ward-Gymnasiums am verschneiten Schlossrondell in Nymphenburg. Die Kinder wurden von den Lehrern freundlich in Empfang  genommen und zügig in drei gemütliche Reisebusse eingeteilt. Das sperrige Skigepäck und die Koffer verschwanden rasch im Stauraum. Noch ein letztes Umarmen und Abschiedsküsse und dann Winken, Winken, Winken…..! Jetzt ging es los durch München auf die gut geräumte Autobahn A8 Richtung Salzburg nach Altenmarkt in Österreich.
Bald wurde es hell, herrlich verschneite Landschaften wechselten und verschwanden blitzschnell beim Blick aus dem Fenster. Das Stimmungsbarometer stieg bei allen auf Rekordhöhe. Im  Bus war es komfortabel und warm, soweit  bekannt bekam keiner die Reisekrankheit. Nach drei Stunden Fahrt kamen wir vor dem Jugendhotel „Veronika“ in Altmarkt an. Dort erwarteten uns ein freundliches Hotelpersonal und meterhoher Schnee.
Dann hieß es: Ausladen! Skier, Stöcke und Schuhe wurden in den Skistall verfrachtet, die Koffer kamen direkt aufs Zimmer und schon ging das Gewusel los. Eine Gruppe von Mädchen zog zum Skiverleih, die anderen packten derweil fleißig aus und so breitete sich mal Chaos, mal   Gemütlichkeit und meistens beides  in den Zimmern aus. Über die Ausstattung der Zimmer konnte man sich nicht beklagen: ein Fernseher und eine eigene Dusche mit WC gehörten zum Standard.
Um für den Nachmittag gut gerüstet zu sein, gab es zum Mittagessen gleich eine Energiebombe, nämlich Berge an Pommes mit Ketschup. Mit vollem Bauch machten sich alle skifertig. Wir wurden dann mit drei Skibussen zu den Altenmarkter Pisten gefahren. Die Anfänger wurden gleich gesondert betreut und bekamen Snowblades, eine Art kurzer Ski für Anfänger. Die Fortgeschrittenen mussten vorfahren und wurden nach „Skireife“ in sechs Gruppen eingeteilt.
Mit den jeweiligen Lehrern hatten wir dann den ersten Pistenspaß. Am Ende des ersten Nachmittags kamen dann fast alle ziemlich fertig zurück. Keiner war vor Reisefieber gut ausgeschlafen!
Manche nutzten noch die freie Zeit, um den Ort zu erkunden, und kamen mit der Entdeckung zurück: es gäbe zwei Läden „Spar“ und  „Billa“, angeblich reichlich mit „Manner“, den uralten  österreichischen Superkeksen ausgestattet.  Nach dem Kaiserschmarrn zum Abendessen ging dann der Tag zu Ende und im ganzen Haus wurde es  langsam still.        

Dienstag: 
Der zweite Tag, Dienstag, war ein reiner Pistentag und begann mit einem reichhaltigen Frühstücks- Buffet (Brötchen, Marmelade, Honig, Müsli, Wurst und Käse…). Es herrschte satte Zufriedenheit. In den jeweiligen Gruppen wurden mal schwarze Pisten, steilere Hänge oder Tiefschnee gefahren. Auch die Anfänger freuten sich über ihre Fortschritte.
Außerdem lernten wir unsere Lehrer von einer ganz anderen Seite kennen: Sie waren immer gut gelaunt, ja fast: ausgelassen! Kein Stoff musste durchgebracht werden, es gab keine Exen, keine Hausaufgaben, keinen Zeitdruck, keinen Gong! Wir durften alle hineinschreien und rufen, lachen und fluchen. Natürlich waren wir brav und hielten alle Sicherheitsregeln beim Skifahren ein.
Beim Fahren mit der Gondel oder mit dem Sessellift konnten wir die herrliche Landschaft, die verschneiten Wälder und das traumhafte Panorama beobachten. So manches wurde auf Fotos festgehalten.

Mittwoch:
Am Mittwoch erkundeten wir ein neues Skigebiet, die Flachau. Rückblickend war dies der sonnigste Tag der Reise. Wir fuhren den ganzen Tag im lockeren Schnee, ringsherum glitzerte die traumhafte Winterlandschaft. Mittags machten wir auf einer Hütte eine ausgedehnte Pause. Am Abend erwartete die Hälfte der Mädchen eine Sensation: das Nachtrodeln. Eine einstündige Bergwanderung  brachte uns zu einer Hütte. Von dort rodelten wir in Zweier-Teams runter ins Tal  auf einer langen, beleuchteten und kurvenreichen Rodelbahn. Es  machte allen einen Riesenspaß!
Die andere Hälfte der Mädchen verbrachte den Abend im Hotel mit Verkleiden. So mussten die einzelnen Skigruppen eines der Mädchen z. B.  als I-Pod, Chipstüte oder Rotkäppchen verkleiden und das nur mit den Utensilien, die sie gerade dabei hatten. So einfach war das gar nicht und es gab jede Menge Spaß! Die Lehrer lachten sich kaputt und zum Schluss wurde die Miss Altenmarkt gekürt. Auch an diesem Abend fielen wir todmüde in die Betten.  

Teil 1 von Nora Luisa Schulz, G 7d


Donnerstag:
Auch heute führt der erste Weg nach dem Frühstück wieder auf die Piste. Dieses Mal tauschen jedoch die Skilehrer/innen die Gruppen. Außerdem testen wir heute ein anderes Skigebiet. Manche Gruppen fahren lieber Tiefschnee und schwarze Pistenabschnitte, andere lassen es ruhiger angehen. Am Mittag treffen sich allerdings die meisten auf einer Hütte, wo es heiße Getränke und etwas für den großen Hunger gibt.
Wieder im Jugendhotel angekommen ist erst einmal Proben angesagt, denn heute findet der bunte Abend statt. Es werden Tänze und Sketche aufgeführt, die Sieger vom Wochenquiz bekommen ihren Preis und sogar von den Lehrer/innen bekommen die begeisterten Schüler der siebten Klassen ein Ständchen zu hören.
Geschlafen wird heute erst später, denn die Koffer wollen gepackt werden.

Freitag:
Schon beim Frühstück kann man heute in das ein oder andere angespannte Gesicht blicken, denn heute dreht sich alles um das bevorstehende Gaudirennen. Zuerst dürfen sich die Teilnehmerinnen jedoch mit ihrem Team einfahren. Gleich darauf startet aber schon das Rennen. Dabei muss man nicht nur um Hüttchen herumkurven, sondern auch etwas essen, auf Flaschen werfen, unter einem Seil hindurch fahren, um einen Lehrer einen Kreis machen und einen Luftballon mit den Skiern zertreten. Gewonnen und sich somit eine Urkunde verdient hat die Gruppe 10.
Laut kichernd und plaudernd geht es dann auf eine der nächstgelegenen Hütten. Danach wird noch eine Stunde auf Skiern gestanden, bis uns der Bus wieder nach Hause bringt. Das jeweils schönste Zimmer der Woche wird mit einem Duschbad belohnt.
Beim Parkplatz warten schon einige Eltern, die gern von den aufregenden Tagen hören wollen.

 Teil 2 von Gina-Maria Klaut, 7d