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Projekttag - Gespräch mit Herrn Dr. Martin Runge, MdL und
Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag

 

„Ich bin groß und dick, deswegen schaue ich lieber zu Hause fern – das ist bequemer!“
Nicht gerade ein Statement, das man unbedingt von einem bayerischen Spitzenpolitiker erwarten würde. Doch genau so begann unser Gespräch mit Herrn Dr. Martin Runge, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag.

Im Rahmen des Projekttages am 27.Januar 2012 hatte Frau Leubner einen Termin mit dem gebürtigen Dachauer organisiert, in dessen Mittelpunkt die Frage stehen sollte: Jugend und Politik – Mission impossible? Was schreckt immer mehr Jungendliche ab, sich politisch zu engagieren und zu interessieren oder ist diese Annahme ein Trugschluss, und eigentlich sind wir politscher als viele Erwachsene denken?
Nach einer zweistündigen Kennenlernen- und Vorbereitungsphase war es so weit: Herr Martin Runge nahm auf unserem „heißen Stuhl“ Platz.
Und wir staunten mehr als einmal nicht schlecht über den Familienvater, der gemeinsam mit einigen Handballkameraden 1979/1980 die Grünen in Bayern mit gründete. Wir erlebten einen augenscheinlich in sich ruhenden Querdenker, der nach eigenen Angaben auch gerne mal vor Gericht zieht, zuletzt gegen die Bundesrepublik Deutschland. Außerdem bestätigte er recht offen, dass in der Politik oft gelogen wird und dass er mit vielen Beschlüssen der ehemaligen Rot-Grünen Bundesregierung ganz und gar nicht einverstanden war.
Obwohl Herr Runge streckenweise zu sehr ins Detail ging, was unsere Fragen beispielweise  zum Atomausstieg anbelangte, waren wir uns rückblickend einig, dass es ein durchaus gewinnbringender Vormittag gewesen war. Auch Schülerinnen, die an anderen Projekten teilgenommen hatten, nutzten im Anschluss die Möglichkeit, persönlich mit Herrn Runge zu sprechen und ihre Fragen los zu werden.
Wir bedanken uns bei Frau Leubner, die dieses Treffen möglich gemacht hat und natürlich bei Herrn Runge, der sich trotz seines vollen Terminkalenders die Zeit für unser Projekt genommen hat.
Es ist bestätigt: Jugend und Politik ist KEINE Mission impossible – man muss den Jugendlichen nur zuhören!

Hannah Kapfenberger