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Besuch der Austauschschüler des Instituto Scalcerle aus Padua in München

Lange hatten wir uns alle auf diese sechs Tage gefreut und vorbereitet – endlich war es soweit. In der Woche vom 06.11.11 bis zum 12.11.11 besuchten die italienischen Schüler des Instituto Scalcerle aus Padua ihre Gastgeberinnen aus der Maria-Ward-Schule.

Wir trafen uns alle am letzten Feriensonntag am Münchner Hauptbahnhof und warteten gespannt. Und da kamen sie endlich – etwas erschöpft nach der siebenstündigen Fahrt, aber auch neugierig und unternehmenslustig. Würden wir uns alle gegenseitig erkennen? Schließlich hatten wir bislang nur email- und Facebook-Kontakt. Aber es war alles kein Problem – wir erkannten uns sofort und alle wurden in den einzelnen Familien willkommen geheißen. Unser Besuch war nun gespannt auf München, unsere Schule, das deutsche Essen und die deutschen Sitten und konnte schon recht gut Deutsch sprechen. Im Italienisch müssen wir noch etwas aufholen. Aber die Verständigung klappte immer mit Deutsch, Italienisch und Englisch.
Am nächsten Tag ging es dann gleich los - schon um 7.50 Uhr wurden die Italiener in der Schule durch das Direktorat begrüßt und fuhren dann zu einem Besuch der Münchner Innenstadt weiter. Um halb fünf kehrten sie dann zur Schule zurück. Endlich konnten wir mit unseren Austauschpartnern und –partnerinnen  den Abend verbringen. Dabei gab es ganz verschiedene Unternehmungen je nach Lust und Laune; z.B. , einen Spaziergang durch den Nymphenburger Park oder eine gemeinsame Kochsession.
Am Dienstag konnten wir zum Glück etwas  ausschlafen, denn es ging gemeinsam mit Frau Belghanou-Erler und Frau Bettin erst um neun Uhr nach Salzburg, um die schöne Innenstadt und einige Kirchen zu besichtigen. Nach einer gemeinsamen Tour am Vormittag konnten wir am Nachmittag die Stadt auf eigene Faust – und auch einige Geschäfte mit dem Erwerb von Mozart-Kugeln und ähnlichem -  erkunden. Der Tag war aber nach der Rückkehr aus Salzburg noch nicht zu Ende -  um sieben Uhr abends ging ein Großteil der Gruppe zusammen auf Wunsch der Italiener in die Osteria im Künstlerhaus am Lenbachplatz, wo wir den Tag schön ausklingen ließen.
Am nächsten Tag besuchten uns die Austauschschüler in der Schule und wir konnten den italienischen Schülern unseren Alltag zeigen. In Vierergruppen aufgeteilt nahmen sie an unterschiedlichen Unterrichtsstunden in verschiedenen Klassen teil. Erstaunlicherweise waren vor allem die elektronischen Tafeln faszinierend und ungewohnt. Der Unterricht an sich scheint aber auch bei ihnen nicht so anders abzulaufen. Wir sind deshalb gespannt auf unseren Gegenbesuch. Danach ging es für die Italiener  in das Deutsche Museum, um dort die Physik-, Optik- und weitere Abteilungen zu bewundern. Wir mussten leider in der Schule bleiben….Der Abend wurde wieder in den Gastfamilien  mit verschiedensten Aktivitäten verbracht.

Am Donnerstagvormittag wurden die italienischen Schüler durch die Residenz geführt und hatten anschließend Zeit, sich in der Innenstadt in den Geschäften, dem Hard Rock Café und Ähnlichem umzuschauen. Padua ist offensichtlich eine sehr viel kleinere Stadt als München.
Der Freitag – und leider auch schon der letzte Tag unseres Austausches – begann wieder mit einem gemeinsamen Schulbesuch. Eines fehlte aber noch, um einen Besuch in Bayern abzurunden. Wir mussten  den Italienern noch einmal richtige bayrische (Ess-)Kultur näherbringen und  trafen uns nachmittags noch einmal alle mitsamt den Lehrkräften im Augustiner an der Neuhauser Straße. Dort konnten die Gäste typisch Bayrisches – von Bier bis Schweinsbraten – probieren, was sie auch zögernd, aber neugierig taten. Danach verbrachten viele den Abend gemeinsam in der Innenstadt oder im Olympiaeislaufzentrum.
Traurig und äußert müde mussten wir uns dann am nächsten Morgen am Hauptbahnhof von unseren neugewonnenen Freunden verabschieden, da sie wieder nach Padua aufbrachen. Die Abreise gestaltete sich für uns alle sehr emotional und wir freuen uns schon sehr auf die Fahrt im März. Obwohl wir noch nicht in Padua waren, haben wir nun schon sehr viel darüber gehört. Im April gibt es eine Fortsetzung dieses Berichtes….