Frankreichaustausch 2012: Zwischen Kulturdenkmälern und Markenklamotten

 

Endlich war es soweit! Am 16 März 2012 traf sich um 6 Uhr morgens eine Gruppe von 27 Schülerinnen der neunten Jahrgangstufe mit zwei Französischlehrkräften (Frau Bunk, Herr Seliger) am Münchner Hauptbahnhof , um die Reise nach Paris anzutreten.

Nach einer lustigen, sechsstündigen Zugfahrt kamen wir am Pariser Bahnhof Gare de l'Est an. Nun hatten wir 45 Minuten Zeit, um in einer Gruppe von mindestens  vier Personen die Läden am Bahnhof zu erkunden. Danach holte uns ein Reisebus mit Reiseführer ab, und wir bekamen erste Informationen über Sehenswürdigkeiten wie den Eiffelturm, Notre Dame und das Kaufhaus Lafayette. Langsam stieg die Aufregung unter uns Schülerinnen, da wir uns der Schule Notre Dame de Bury und somit unseren Austauschpartnern näherten. Dort angekommen fuhr jeder mit seiner Gastfamilie nach Hause, um mit ihr das Wochenende zu verbringen. Die meisten Schülerinnen besuchten das Disney Land, fuhren nach Versailles oder in die Pariser Innenstadt.
Nach einem schönen Wochenende trafen wir uns am Montag um halb neun an der Schule und fuhren von dort aus ins Künstlerviertel Montmartre. Nach einer Führung bei eisigem Wind und einer Stunde Freizeit bei der Basilika Sacré-Cœur fuhren wir mit der Metro zum Centre Pompidou. Auf dem Weg zu Notre Dame  gingen wir am Strawinskybrunnen vorbei, der in den 80er Jahren erbaut wurde und dessen bunte Figuren ein beliebtes Fotomotiv sind. Vor Notre Dame durften wir bummeln gehen und machten uns anschließend auf den Heimweg.
Am Dienstag fuhren wir mit dem RER zum Pariser Wahrzeichen, dem Eiffelturm. Von der in 57 Meter Höhe liegenden ersten Etage hatten wir einen super Ausblick über ganz Paris. Anschließend genossen wir den Ausblick auf Paris von einem der berühmten Bateaux-Mouches. Den Tag ließen  wir mit Freizeit für Essen, Shoppen etc. am Brunnen Saint Michel ausklingen.
Am Mittwoch begleiteten wir unsere Austauschpartner in den Unterricht. Dort wurden wir von deren Freunden und Mitschülern herzlich empfangen, jedoch von den Lehrern kaum in den Unterricht miteinbezogen. Außerdem stellten wir fest, dass die Unterrichtsstunden in Frankreich 55 Minuten dauern. Trotz unserer Französischkenntnisse konnten wir dem Unterricht nur schwer folgen. Den Nachmittag verbrachten wir mit der Familie.
Am Donnerstag wurden wir durch das Musée d'Orsay, einen ehemaligen Bahnhof, geführt. Dort betrachteten wir Bilder aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Künstlern wie Vincent Van Gogh und Claude Monet. Nach dieser interessanten Führung kam das langersehnte Highlight für uns Schülerinnen: Abercrombie & Fitch auf den Champs Élysées! Anschließend gingen wir zum Arc de Triomphe, der leider wegen eines Streiks geschlossen war. Deshalb besichtigten wir kurzentschlossen das Büroviertel La Défense.
Am Freitag verabschiedeten wir uns morgens von unserer Gastfamilie und unseren Austauschpartnern und traten traurig, aber auch mit Vorfreude auf unsere eigene Familie und unsere Freunde in München die Heimreise an.
Alles in allem war diese Woche für uns ein lehrreiches, schönes und interessantes Erlebnis, da wir viel gelernt und gesehen und das Leben in einer französischen Familie kennen gelernt haben.

Daniela und Nathalie

 

Nachtrag: Trotz vorübergehend verloren gegangener Schülerinnen und Lehrkräfte, sich daneben benehmender Tauben, blauer Flecken, hektischer Minuten beim Umsteigen in Stuttgart und einiger offen gebliebenen Besichtigungswünsche (Grands Magasins, Louvre) haben auch wir Lehrer eine schöne Woche verlebt.

Frau Bunk und Herr Seliger