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Unser Besuch in der Bibelausstellung

Am Montag, dem 24. Oktober sind wir, die Klasse 5a, in der zweiten Stunde gemeinsam mit Frau Eder, unserer Sportlehrerin, und Sr. Hanna, unserer Religionslehrerin, zu Fuß von der Schule aufgebrochen, um die Bibelausstellung in der nahegelegenen Pfarrei Christkönig zu besuchen. Eine „Entdeckungsreise mit allen Sinnen“ versprachen schon die Plakate am Eingang des Pfarrsaals und die sollte es dann auch werden, denn schon beim Eintreten stieg uns Weihrauchduft in die Nase.

Eine Stunde haben wir in der Ausstellung verbracht. Jede Schülerin hatte ein Heft mit Aufgaben und Fragen zu verschiedenen Themen rund um die Bibel und konnte sich selbständig an den Schautafeln informieren. Daneben gab es Bibeln in zahlreichen Sprachen, sogar einen Band der Bibel in Blindenschrift, die im Ganzen 48 Bände umfasst. In einer Ecke des Raumes war ein Beduinenzelt aufgebaut. Aber auch ein Modell eines Hauses zur Zeit Jesu gab es zu sehen. Damals haben Tiere und Menschen zusammengelebt.
Empfangen hat uns in Christkönig der Diakon, Herr Reischl. Er  hat uns zwischendurch das Leben zur Zeit Jesu erläutert. Außerdem hat er uns von dem Hirtenjungen erzählt, der im letzten Jahrhundert ganz alte Schriftrollen in Tonkrügen in der Nähe des Toten Meeres gefunden hat. Eine Schriftrolle konnten wir aus dem Tonkrug nehmen und anschauen. Sie war ziemlich lang und sehr mühsam aufzurollen.
Zum Abschluss haben wir von Diakon Reischl die Bibel auch zum Schmecken bekommen. Wer mochte, konnte getrocknete Feigen probieren. Auch in Honig getauchte Apfelschnitze konnte man essen. Damals gab es noch keinen Zucker und die Leute haben alles mit Honig gesüßt. Bevor wir uns verabschiedet haben, haben wir zusammen mit dem Diakon den 23. Psalm gebetet, den wir im Unterricht besprochen und gelernt haben und uns dann wieder auf den Rückweg in die Schule gemacht.
Dass wir dabei nicht nur um einige Erfahrungen reicher waren, sondern es auch Spaß gemacht hat, belegen folgende Äußerungen der Schülerinnen:

„Es hat mir gefallen, dass man die Sachen anfassen darf und dass man die Sachen essen durfte, die dort waren. Außerdem konnte jede sich in das Leben der Jünger hineinversetzen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, die Schriftrollen zu erkunden. Ich habe alles viel besser verstanden, als ich es selber erforschen durfte.“ (Noal)
„Am schönsten war das Zelt, in das wir hineingehen durften. Auf einer Tafel stand „Gottes Lieblingskind“ und als ich es angeschaut habe, sah ich mich in einem Spiegel. Ich wusste, dass Gott und gleich lieb hat, egal ob arm oder reich, klein oder groß.“ (Katrin)
„Mir haben die Ausstellungsstücke aus der jüdischen Religion gefallen, weil man ja manche Sachen normalerweise nicht anfassen dürfte, aber hier war es möglich.“ (Alba)
„Besonders gut hat mir das Begrüßungszelt gefallen; da konnte man Pflanzen und Düfte der Bibel riechen und das hat sehr gut, manches aber auch schlecht gerochen. Ich finde, so etwas sollten wir öfter machen.“ (Tamara)
Nach den Herbstferien werden wir uns im Religionsunterricht weiter mit der Bibel beschäftigen und dabei sicher viel an die Bibelausstellung anknüpfen und auch die Notizen in unserem Begleitheft wieder nutzen können.

Sr. Hanna Großmann und die G 5a